Ein Standardmittel gegen Blutgerinnsel kann die Bildung von Ablegern (Metastasen) bei Krebs verhindern. Das legen Studien an erkrankten Mäusen nahe. Forscher hatten den Tieren eine Dosis des Mittels Heparin verabreicht. Als sie die Mäuse einige Wochen später untersuchten, fanden sie deutlich weniger Metastasen als erwartet, berichten Ajit Varki und Kollegen von der Universität San Diego in den “Proceedings” der amerikanischen Akademie der Wissenschaft.
Krebszellen, die in den Körper ausschwärmen, binden sich an Blutplättchen, um dem Abwehrsystem des Körpers zu entkommen. Heparin kann diese Bindung offenbar unterdrücken. Dadurch haben die Krebszellen eine geringe Chance sich im Körper anzusiedeln und Metastasen zu bilden, erklären die Wissenschaftler. Oftmals sterben Patienten nicht am ursprünglichen Geschwulst, sondern an den zahlreichen Metastasen des Krebses.
Marianne Diehl





