Krebsmedikamente direkt ins Gehirn
Eine Sicherheitsbarriere im Körper, die Blut-Hirn-Schranke, konnte im Tierversuch erstmals überwunden werden. Dadurch war es den Wissenschaftlern möglich, Krebsmedikamente direkt ins Gehirn zu schleusen. Bisher konnten Medikamente zur Behandlung von Hirntumoren diese Barriere, die das Gehirn vor schädlichen Stoffen schützt, nicht überwinden.
Das Tierexperiment wurde von Wissenschaftlern des Göttinger Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie und der Kinderklinik Göttingen durchgeführt. Die Überwindung der Blut-Hirn-Schranke wurde durch die Verabreichung von so genannten Alkylglycerinen möglich. Dieser “Schlüssel zur Blut-Hirn-Schranke” wurde ebenfalls am Göttinger Max-Planck-Institut hergestellt. Akute Nebenwirkungen traten bei dem Versuch nicht auf.
Dagmar Kronenberg





