Blasenfüße, kleine Insekten mit schmalen Flügeln, haben eine fiese Methode entwickelt, um sich vor ihren Räubern zu schützen: Die pflanzenfressenden Fransenflügler (Thysanoptera) halten sich ihren Fressfeind vom Leib, eine räuberische Milbe, indem sie dessen Eier zerstören. Das berichten niederländische Forscher in der Fachzeitschrift Ecology Letters.
Diese Strategie stelle fast in Frage, wer nun der Räuber und wer die Beute ist, schreiben die Biologen um Arne Janssen von der Universität Amsterdam. Indem sie die Eier zerstören, dezimieren die verletzlichen Blasenfüße die Zahl der Räuber und damit die Wahrscheinlichkeit, gefressen zu werden. Der “Kindsmord” ist eine starke Bedrohung für die Milbe. Sie meidet zur Eiablage und zur Futtersuche Stellen, wo ihre Eier zerstört wurden. In der Nähe beschädigter Milbeneier fallen daher nur etwa ein Viertel der Fransenflügler der Raubmilbe zum Opfer.
Cornelia Pfaff





