Der aus Deutschland stammende Biologe und namhafte Klonexperte Prof. Rudolph Jaenisch hat die amerikanische Akademie der Wissenschaften (NAS) in Washington eindringlich vor “unnormalen Klonen”gewarnt.
“Zurzeit gibt es keine Möglichkeit, aus geklonten Embryonen normale Individuen entwickeln zu können”, sagte Jaenisch am Dienstag vor einem NAS-Ausschuss. Dem gleichen Forum wollten die Fruchtbarkeitsexperten Severino Antinori (Italien), Panayiotis Zavos (USA) und Brigitte Boissellier von Clonaids, einem Unternehmen der kanadischen Raelianer-Sekte, ihre Pläne zum Klonen von Menschen vorstellen.
Jaenisch hatte erst kürzlich im Wissenschaftsjournal “Science”(Bd. 293, S. 95) darauf aufmerksam gemacht, dass geklonte Tiere auch dann oft unnormal sind, wenn sie äußerlich gesund und intakt aussehen. Der 59-jährige Forscher vom Whitehead Institut für Biomedizinische Forschung in Boston entdeckte mit seinem Kollegen Ryuzo Yanagimachi, dass sich bei den geklonten Tiere die Gene unzuverlässig ein- und ausschalteten. Dadurch ergaben sich unterschiedliche Aktivitäten der gleichen Gene in Organen wie dem Herz, der Leber und den Nieren. Dieses Phänomen konnten die Forscher bei nicht geklonten Mäusen nicht entdecken, und auch nicht bei Nagern, die durch künstliche Befruchtung im Labor entstanden waren.
dpa





