Nicht nur einsame Menschen blättern gern in Alben mit Fotos geliebter Personen – auch Schafe scheinen sich durch Bilder zu beruhigen. Das haben britische Forscher vom Babraham Institute in Cambridge in einer Studie an 40 walisischen Flachlandschafen der Rasse „Clun Forest” herausgefunden.
Das Team um Keith Kendrick hatte die geselligen Tiere zunächst einzeln in einem geschlossenen Raum eingesperrt. Messungen ergaben, dass darauf der Herzschlag der Schafe zunahm und sie verstärkt unter Stresssymptomen litten. Dann führten die Wissenschaftler den Tieren Bilder von anderen Schafen vor. Die Simulation vom Zusammensein mit Artgenossen wirkte fast sofort: Der Herzschlag der Schafe verlangsamte sich wieder und der Adrenalinspiegel senkte sich deutlich.
Jetzt will Kendrick die Mechanismen untersuchen, mit denen die Schafe Bilder mit Emotionen in Verbindung bringen.





