Coronapandemie, der Ukraine-Krieg und die Zinswende auf dem internationalen Finanzmarkt haben viele Länder des globalen Südens an den Rand des Staatsbankrotts geführt. Nun soll ein Teil der Schulden einiger dieser Nationen gegen Naturschutzmaßnahmen „getauscht“ werden, in sogenannten „Debt-for-Nature-Swaps“.
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Text: Roman Goergen
Im August 2023 überschlugen sich im zentralafrikanischen Gabun die Ereignisse. Am 15. des Monats verkündete der seit 14 Jahren quasi diktatorisch herrschende Präsident Ali Bongo gemeinsam mit der Bank of America und der amerikanischen Umweltschutzorganisation The Nature Conservancy (TNC) die erfolgreiche Refinanzierung der massiven Staatsschulden des Landes zugunsten des Umweltschutzes in einem sogenannten „Debt-for-Nature-Swap“ (DNS), einem Schuldentausch für die Natur.
Am 26. August wurde der Politiker zwar in umstrittenen Wahlen in seinem Amt bestätigt, doch schon vier Tage später ergriff das Militär mit einem Putsch die Macht. Auch wenn die neue Junta inzwischen vage Zusicherungen abgab, die Bedingungen des DNS einhalten zu wollen, verdeutlicht der Coup dennoch die Risiken, die solche Umschuldungsmaßnahmen mit sich bringen können.
Die Turbulenzen in Gabun platzten in einen regelrechten Boom der naturfreundlichen Schuldentauschgeschäfte, die auch in anderen politisch instabilen Ländern stattfinden. Allein die TNC hat nach eigenen Angaben seit 2021 die Refinanzierung von mehr als einer Milliarde Dollar Staatsschulden verschiedener Länder vermittelt, was rund 400 Millionen Dollar für den Artenschutz in diesen Staaten freigesetzt habe.
Naturschutz als Deckmantel missbraucht
In ihrer Rechtfertigung des Staatsstreichs in Gabun kritisierten die Generäle speziell die Umweltpolitik des Landes, zum Beispiel einen angeblichen Ausverkauf großer Waldflächen an ausländische Investoren durch die Präsidentenfamilie Bongo und regierungstreue Staatsbeamte.
Auch von anderer Seite kamen Zweifel an einem ernsthaften Naturschutzinteresse der Regierung: Nach Expertenmeinung waren es gerade die gezielt auf die Geberländer des globalen Nordens und ihre Forderungen zur Einhaltung von Klimazielen ausgerichteten Naturinitiativen, die es dem Präsidenten erlaubten, auf internationaler Bühne mit seiner offensichtlichen Selbstbereicherung davonzukommen, ohne als Staatschef infrage gestellt zu werden.
„Es besteht ein erhebliches Risiko, dass eine auf den Schutz der Artenvielfalt ausgerichtete Erzählweise von despotischen Regimen mit schlechter Regierungsführung dazu missbraucht wird, um die Unterentwicklung ihres Landes zu verschleiern“, sagt Saleem Ali von der University of Delaware in den USA. Der langjährige Experte für Energie, Bodenschätze und damit verbundene Umweltthemen, der auch Mitglied des Weltressourcenrates der Vereinten Nationen ist, sah dies auch bei Gabun gegeben: „Wenn jemandem wie Ali Bongo ein DNS gewährt wird, besteht das Risiko, dass die Gelder eher dazu verwendet werden, Luxus an der französischen Riviera zu finanzieren, als den einfachen Menschen des Landes zu helfen. Im Fall Bongo lag das daran, dass er es geschafft hatte, sich selbst ein internationales, umweltfreundliches Image zu verleihen.“
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Dabei tut neben der Armutsbekämpfung auch Naturschutz in Gabun durchaus not. Das dortige maritime Ökosystem beherbergt mehr als 1.000 von der Weltnaturschutzunion IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) auf deren Roter Liste als gefährdet geführte Arten, darunter Wale, Delfine und Haie. Das Land hat die größte Lederschildkrötenpopulation der Welt und deren höchste Nistdichte in Afrika, was bis zu 30 Prozent der globalen Population von schätzungsweise weniger als 50.000 Exemplaren dieser vom Aussterben bedrohten Art ausmacht. Gabuns ausgedehnte Mangrovenwälder sind einer der größten und sichersten Kohlenstoffspeicher in West- und Zentralafrika. Der „Debt-for-Nature-Swap“ soll Gabun nun die Möglichkeit geben, 500 Millionen seiner Staatsschulden von privaten Gläubigern verbilligt zurückzukaufen und dadurch nach Angaben der Bank of America 125 Millionen Dollar einzusparen, die das Land nach den Bedingungen des DNS in den Schutz seiner Küstengebiete investieren muss.
Die DNS-Idee: Anreize statt Sanktionen
Zum Schutz solcher Ökosysteme gab es auf internationaler Ebene bislang nicht genügend Finanzierungsmodelle mit einem ausreichenden Volumen – deswegen können DNS trotz solcher Probleme wie in Gabun nach Einschätzung von Alice Hughes von großer Bedeutung sein.
Die britische Artenschutzbiologin von der University of Hong Kong hat sich in ihrer Forschung besonders mit der Skalierbarkeit von solchen Tauschgeschäften befasst. „Derzeit haben wir einfach nicht genügend finanzielle Mittel, um auch nur einen Bruchteil der weltweiten Biodiversität zu erhalten. Die Finanzierungslücke ist enorm, was bedeutet, dass wir die Artenvielfalt dieses Planeten nicht erhalten können, wenn wir nicht kreativ denken und Wege finden, die sowohl wirtschaftlich tragfähig als auch nachhaltig sind“, sagt Hughes. Nach ihrer Einschätzung könnten DNS genau dafür eine kreative Lösung sein: „Viele Volkswirtschaften werden den Erhalt ihrer Biodiversität einfach nicht finanzieren können, es sei denn, wir ergreifen Maßnahmen gegen einen möglichen Schuldenausfall und Staatsbankrott dieser Staaten. DNS bieten die Chance, beide Probleme gleichzeitig anzugehen“, sagt Hughes.
Das Konzept der DNS wurde in den 1980er Jahren von dem inzwischen verstorbenen US-Ökologen und WWF-Experten Thomas Lovejoy entwickelt. Damals ging es vor allem um die Schuldenkrise in Lateinamerika. In einem der ersten Tauschgeschäfte erwarb die Umweltorganisation Conservation International 1987 bolivianische Auslandsschulden in Höhe von 650.000 Dollar für einen reduzierten Preis von nur noch 100.000 Dollar. Im Gegenzug stellte das Land 1,5 Millionen Hektar Wald im Amazonasbecken unter Naturschutz.
Saleem Ali, der mit Lovejoy in internationalen Beratergremien tätig war, umschreibt die ursprüngliche Idee: „Es ging darum, für Länder des globalen Südens Anreize zum Naturschutz zu schaffen. Das wirkte besser als Sanktionen gegen Verstöße.“ Er sieht das Konzept auch als Mittel, Fehler der Vergangenheit zu korrigieren: „Ein Großteil der Schulden der Entwicklungsländer resultierte historisch aus unfairer Wirtschaftspolitik der Industrieländer und fehlerhaften ökonomischen Modellen von Institutionen wie der Weltbank“, so Ali.
Unterschiedlich effizient
Gemäß einer im Oktober 2022 veröffentlichten Analyse der Afrikanischen Entwicklungsbank machten 140 DNS, die zwischen 1987 und 2003 stattfanden, insgesamt eine Milliarde US-Dollar aus, mit einem Medianwert von etwa 25 Millionen Dollar pro Deal, wobei die meisten DNS in den 1990er Jahren stattfanden. Die Zahlen zeigen, dass die Tauschgeschäfte in dieser Phase wesentlich geringere Finanzvolumina hatten als heute, was Fragen zu ihrer Effektivität als Mittel, die Schuldenlast zu verringern, aufkommen ließ.
Nach der Jahrtausendwende geriet das Finanzinstrument DNS dann zunehmend in Vergessenheit. In dieser Phase niedriger Zinsen war es selbst für Entwicklungsländer, die üblicherweise höhere Zinsen für ihre Staatsanleihen anbieten müssen, um politische Risiken auszugleichen, relativ günstig, Schulden zu machen. Gleichzeitig hatten sich der Verlust der Artenvielfalt und der Klimawandel noch nicht zu einer globalen Krise entwickelt.
Staaten des Südens haben kein Geld für Natur- und Klimaschutz
Seit 2020 hat sich die Lage drastisch geändert. Die Coronapandemie setzte vor allem den Staaten des globalen Südens finanziell drastisch zu, nicht zuletzt auch deswegen, weil sie die Tourismuseinnahmen dieser zumeist tropischen Länder zunichtemachte. Der Ukraine-Krieg und die damit einhergehenden Versorgungsengpässe verschärften die Lage. Zinsen stiegen drastisch. Nun sind neue Kredite vor allem für Entwicklungsländer wieder teuer. Nach Angaben der Uno stehen mehr als 50 Länder kurz vor der Zahlungsunfähigkeit. Zusammen müssten sie demnach bis 2027 Schulden in einer Höhe von über 500 Milliarden Dollar begleichen.
Gleichzeitig verschlimmerten sich das globale Artensterben und die Klimakrise. Den besonders von der Erderwärmung betroffenen Staaten des Südens fehlt aber das Geld, um Natur und Klima zu schützen – sie müssen es stattdessen für den Schuldendienst aufwenden.
Darüber hinaus entstehen Teufelskreise: Auf der Suche nach schneller Schuldenfinanzierung wenden sich manche der betroffenen Staaten wieder der Ausbeutung ihrer Ressourcen zu, das ist schlecht für die Klimaziele. Der Kongo versteigert schon seit 2022 wieder Parzellen für die Erschließung neuer Erdöl- und Erdgasfelder in sensiblen Ökosystemen im Herzen Afrikas. Uganda und Tansania bauen eine umstrittene Ölpipeline quer durch Ostafrika, und auch Sri Lanka hat 2021 angesichts seiner Schulden weitere Öl- und Gasfelder im Golf von Mannar erschließen lassen.
Es geht nach Expertenmeinung also darum, die negativen Wechselwirkungen zwischen den drei Hauptursachen dieser Entwicklung zu unterbinden: die Überschuldung der Entwicklungsländer, der Verlust der globalen Biodiversität und die Folgen des Klimawandels. Dazu hatten auf einer Konferenz in Paris im Juni 2023 Industrienationen ein überfälliges Klimafinanzierungsversprechen über 100 Milliarden Dollar an Entwicklungsländer beschlossen und einen Fonds für Biodiversität und Waldschutz aufgelegt. „Genau diese Entwicklung hat dann auch den Weg für ein wiedererstarktes Interesse an DNS geebnet“, erläutert Saleem Ali.
Besonders die einflussreiche amerikanische Naturschutzorganisation TNC hat diese Tauschgeschäfte schon seit 2021 verstärkt vorangetrieben. „Die Länder, mit denen wir zusammenarbeiten, erkennen, dass Investitionen in die Natur auch eine langfristige Investition in ihre Volkswirtschaften und das Wohlergehen ihrer Bevölkerung sind. Mehr als die Hälfte des kombinierten Bruttoinlandsproduktes der gesamten Erde hängt von der Natur ab und von den durch sie erzeugten Dienstleistungen“, begründet die TNC-Geschäftsführerin für Europa, Marianne Kleiberg, die Initiative.
Mit vier Projekten in Gabun, Belize, auf Barbados und den Seychellen will die TNC durch Umschuldung 400 Millionen Dollar für den Schutz maritimer Ökosysteme freisetzen. Auch andere Organisationen, Industrienationen und Banken haben Projekte auf den Weg gebracht, etwa in Ecuador, Peru oder auf den Kapverden. Darüber hinaus bemühen sich zum Beispiel auch Kolumbien, Gambia, Pakistan, Namibia, Kenia oder Argentinien um eine solche Refinanzierung ihrer Schulden.
DNS-Deal zugunsten des Artenschutzes auf den Galapagosinseln
Besonders der gewaltige Deal in Ecuador zugunsten des Artenschutzes auf den Galapagosinseln gilt als Meilenstein für DNS-Geschäfte. Er ermöglicht Ecuador, die DNS-Rekordsumme von 1,6 Milliarden Dollar seiner Staatsschulden in ein 656-Millionen-Dollar Darlehen umzuwandeln, das als Anleihe von der Bank Credit Suisse ausgegeben wird. Über 18 Jahre soll Ecuador diese Summe zurückzahlen und zudem jährlich etwa 18 Millionen Dollar für den Schutz der Gewässer rund um die Galapagosinseln bereitstellen. Ein Großteil der Mittel soll für die Verwaltung des neu eingerichteten Hermandad-Reservats und des bestehenden Galapagos Marine Reservats (GMR) sowie auf nachhaltige Fischerei und Klimaschutz verwendet werden. „Ecuador hat die Galapagosinseln lobenswert verwaltet und sich gegen eine rückhaltlose Kommerzialisierung durch den Tourismus entschieden. Diese Zurückhaltung hat finanzielle Opfer gefordert. Daher ist es von großer Bedeutung, Ecuadors Naturschutzpolitik auf den Galapagosinseln durch diesen DNS anzuerkennen“, erläutert Ali die Bedeutung des Deals.
Daneben belegen in diesem Fall die Zahlen vor allem die Skalierbarkeit der Tauschgeschäfte. Kritiker hatten zuvor vor allem bemängelt, dass DNS oft nicht genügend Geld freisetzen, um Staatsschulden effektiv zu mindern oder langfristigen Naturschutz verlässlich und verbindlich zu organisieren. „Die Zahlen zeigen aber, dass ein Interesse an groß angelegten Lösungen besteht. Ecuador braucht die Finanzierung nicht nur, um sich effektiver zu entwickeln und sich für Investoren interessanter zu machen, sondern auch, weil die Inseln ein beliebtes Touristenziel sind. Wenn der Tausch gut umgesetzt wird, kann er eine Einnahmequelle für das Land sein und es gleichzeitig attraktiver machen“, erklärt Alice Hughes.
Der DNS-Boom ruft allerdings auch Kritiker auf den Plan. Sie vermuten eine neokoloniale Haltung hinter der Grundidee. Die Entwicklungsländer sollten für Probleme zahlen, die vom globalen Norden erheblich mitverursacht werden, besonders durch Umweltzerstörung und den von ihren Emissionen verursachten Klimawandel, und das auch noch zu den Bedingungen der reichen Länder. „Solche Kritik ist in der Diskussion über die Nord-Süd-Kluft nicht unüblich. Allerdings kann sie zynisch wirken“, sagt dazu Saleem Ali. Amazonas-Länder zum Beispiel hätten einfach einzigartige biologische Reichtümer. Der Fokus auf Entwicklungsländer sei dabei eher zufällig, da die Äquatorregion, welche die höchste Biodiversität beherbergt, nun einmal überwiegend in solchen Nationen liege.
Gefahr von Greenwashing und hohen Transaktionsgewinnen
Wesentlich konkreter ist allerdings die Gefahr des sogenannten Greenwashings. Im Zusammenhang mit DNS ist zu befürchten, dass Banken, Investoren und andere Geldgeber ihren Profiten nur einen grünen Anstrich verpassen. Staaten mit schlechten Werten in Sachen Sozialleistungen, Armutsbekämpfung und Demokratie können sich (wie im Fall Gabun) ein positives grünes Image beschaffen. „Wir müssen vor allem wachsam sein gegenüber dem Greenwashing in der Entwicklungspolitik“, warnt Ali. In einer wissenschaftlichen Studie vom Oktober 2023 beobachten er und Kollegen aus Afrika, Europa und den USA, dass Maßnahmen zum Naturschutz in zahlreichen Ländern nicht ausreichend genug mit der Bekämpfung von Armut verbunden werden. Was oft entsteht, ist eine Art „Festungs-Artenschutz“, bei dem die Natur gegen die einfachen Menschen regelgerecht verteidigt wird, ohne diesen einen ökonomischen Anreiz zu bieten, die Umwelt zu erhalten.
Auch Profite und Gebühren stehen in der Kritik. In dem von der TNC initiierten Schuldentausch in Belize stiegen die Transaktionskosten von veranschlagten 10 Millionen auf 85 Millionen Dollar. Alejandra Padín-Dujon, eine Expertin für Entwicklungspolitik und deren Finanzierung an der Columbia University in New York, nennt DNS „teure Deals“. Im Falle von Belize hätten die Gläubiger und Investoren bei der Refinanzierung die Schulden des Landes wie eine „heiße Kartoffel“ behandelt. „Niemand war bereit, große Mengen von toxischen Schulden lange zu halten, sodass die Parteien ständig abwechselnd Teile davon kauften, verkauften oder versicherten, bis – puff! – die Schulden handhabbar wurden“, schreibt Padín-Dujon in ihrem Blog. Obwohl zugegebenermaßen auch Naturschutz erreicht wurde, hat sich laut der Expertin die Gesamtschuldenlast Belizes nur geringfügig verringert. „Man tilgte nur Schulden in Höhe von 12 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Vergleich zu einer Belastung von 125 Prozent“, so Padín-Dujon.
Hingegen seien die 85 Millionen Transaktionskosten ein lukratives Geschäft gewesen. „Die Differenz zwischen dem Betrag, den Belize zur Bedienung seines Darlehens zahlen wird, und dem, was Credit Suisse letztendlich an die Investoren der Anleihen zurückzahlen wird, deckt eine Vielzahl von Kosten und Gewinnmargen ab, so den Anteil von Credit Suisse, Versicherungsprämien auch an private Rückversicherer sowie die Zinszahlungen von Belize“, so die Finanzexpertin.
TNC-Geschäftsführerin Kleiberg verteidigt unterdessen die Bedingungen dieses Deals gegen Kritik und betont, dass Länder wie Belize nur unter Einbindung der Naturschutzkomponente überhaupt an günstigere Konditionen für ihre Schuldentilgung gelangen könnten. Alternativen, wie sie zum Beispiel von der Weltbank geboten würden, seien noch problematischer: „Das Konzept der Naturanleihen besteht darin, Ländern zu helfen, bestehende Schulden zu günstigeren Konditionen umzuschulden, als sie es ohne die Naturschutzkomponente könnten. Die Differenz wird zur Finanzierung des Naturschutzes verwendet“, so Kleiberg.
„Die Gefahr liegt nicht im grundlegenden Konzept der DNS-Geschäfte, sondern in ihrer Umsetzung“, betont Ali. Er und auch Alice Hughes fordern deshalb strenge internationale Überwachungsmechanismen, wie sie zum Beispiel auch für NGOs gelten. „Wir müssen sicherstellen, dass gute Standards eingeführt werden, die keine Möglichkeit zum Greenwashing lassen“, sagt Hughes. Neben der Natur muss nach Expertenmeinung auch die Armutsbekämpfung und eine faire Schuldenpolitik des globalen Nordens im Mittelpunkt stehen. Nur so kann die Bevölkerung zum Beispiel in Gabun überzeugt werden, dass diese Finanzpolitik auch ihr zugutekommt.
Die Artenschützerin Alice Hughes warnt: „Wenn DNS hauptsächlich dazu verwendet werden, Banker noch reicher zu machen, wird das auch das Vertrauen der Menschen in dieses Instrument untergraben.“ //
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