Zum Inhalt springen
natur - Das Magazin für Natur, Umwelt und nachhaltiges Leben
AnmeldenAbonnieren
  • Erde & Umwelt
  • Biologie
  • Nachhaltigkeit
  • Shop
  • Rezensionen
  • natur Plus
natur - Das Magazin für Natur, Umwelt und nachhaltiges Leben
  • Erde & Umwelt
  • Biologie
  • Nachhaltigkeit
  • Podcast
  • Rezensionen
natur-Newsletter
Aktuelle Nachrichten aus Natur und Umwelt direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Probeabo
  • natur Marktplatz

Hefte

  • Sonderhefte
  • Einzelhefte

Unsere Partner

  • Bilddatenbank natur

Info

  • AGB
  • Mediadaten
  • Kleinanzeigen
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Vertrag widerrufen
naturErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

Abonnement & LeserserviceE-Mail: leserservice@konradin.de
Tel: +49 (0)711 82651-207
RedaktionE-Mail: redaktion-natur@konradin.de
Tel: +49 (0)711 7594-345
Folgen Sie uns
natur als bevorzugte Quelle bei Google einrichtenAuf Google merken →
Konradin Mediengruppewissenschaft.dedamals.de
© 2026 natur
Warenkorb

Dein Warenkorb ist leer.

Startseite/Nachhaltigkeit/Artikel
Deutscher Umweltpreis für Umweltjuristin und Pionier der Abwasserreinigung
Nachhaltigkeit

Deutscher Umweltpreis für Umweltjuristin und Pionier der Abwasserreinigung

Klaus Vossenkaul und Roda Verheyen erhalten den Deutschen Umweltpreis 2026. · Foto: © Markus Große Ophoff/DBU; Felix Schmitt/Greenpeace

Der Deutsche Umweltpreis, einer der höchstdotierten Umweltpreise Europas, geht in diesem Jahr an eine Umweltjuristin und einen Vorreiter der Abwasserreinigung. Die Hamburger Anwältin Roda Verheyen setzt sich seit 20 Jahren für die rechtliche Umsetzung von Klima- und Umweltschutz ein. Der Ingenieur Klaus Vossenkaul hat eine besonders effiziente und energiesparende Membranfilter-Technologie für die Abwasserreinigung entwickelt.
Autor
Nadja Podbregar
04. September 2026
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Nachhaltigkeit

Jedes Jahr verleiht die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) den Deutschen Umweltpreis an Menschen aus Forschung und Wirtschaft, die sich in besonderer Weise um Nachhaltigkeit und Umwelt verdient gemacht haben – sowohl durch ihr Engagement und ihre Forschung als auch durch ganz praktische Lösungen für Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Mit einem Preisgeld von 500.000 Euro ist der Deutsche Umweltpreis eine der höchstdotierten Umwelt-Auszeichnungen in Europa.

Roda Verheyen: Juristischer Einsatz für das Klima

Die Hamburger Juristin Dr. Roda Verheyen arbeitet als Rechtsanwältin und ist Mitglied des Hamburgischen Verfassungsgerichts. Im Rahmen dieser Tätigkeiten beschäftigt sich Verheyen schon lange mit juristischen Aspekten von Klimawandel und Umweltveränderungen. Sie sieht sich selbst dabei als „Möglichmacherin“, die angesichts der Klimakrise die Handlungsfähigkeit des Staates stärken möchte. Dafür nutzt sie die ganze Bandbreite juristischer Handlungsmöglichkeiten. So tritt sie als Sachverständige auf, erarbeitet Gesetzesinitiativen, berät Politik und Zivilgesellschaft und verfasst wegweisende Klagen.

„Sie arbeitet zielstrebig daran, klare rechtliche Vorgaben zum Erhalt unserer Lebensgrundlagen zu schaffen und erzielt dabei Wirkung“, würdigte DBU-Generalsekretär Alexander Bonde die Preisträgerin. Ihre juristisch stichhaltige Argumentation liefere einen wichtigen Beitrag zu langfristigem Klima- und Umweltschutz. In ihrer mehr als 20-jährigen Tätigkeit als Juristin habe sie sich konsequent darum bemüht, rechtliche Vorgaben zum Schutz von Klima und Umwelt durchzusetzen, so Bonde. „Roda Verheyen wendet abstrakte Vorgaben aus dem nationalen und internationalen Recht auf konkrete Fälle an und macht sie so wirksam. Sie verschafft Menschen Gehör, die von Klimafolgen betroffen sind. Und sie trägt dazu bei, deren Rechte und die künftiger Generationen zu wahren“, sagte der DBU-Generalsekretär.

Klaus Vossenkaul: Effizientere Abwasserreinigung mit Membranfiltern

Der Ingenieur Dr. Klaus Vossenkaul hat eine Filtertechnologie entwickelt, die die Abwasserreinigung einfacher, energiesparender und gründlicher macht. „Mit Beharrlichkeit und Erfindergeist ist er Wegbereiter einer Technologie, die bereits heute die Standards von morgen erfüllt – für eine neue Ära der Abwasserreinigung in Kläranlagen“, sagt DBU-Generalsekretär Alexander Bonde. Als Gründer und Geschäftsführer der Firma Membion hat Vossenkauf die Membranfilter-Methode optimiert. Denn bisher waren bei diesen Abwasserfiltern viel Energie und hoher Aufwand nötig, um sie zu spülen und von Verstopfungen zu befreien. Vossenkauls verbesserte diese Reinigungstechnologie und machte sie damit konkurrenzfähig.

Das neue Reinigungssystem der Membion-Technologie besteht aus Hohlfaser-Membranfiltern. Diese Fasern sehen aus wie Spaghetti, sind hohl wie Makkaroni und etwa 1,60 Meter lang. In den Reinigungsmodulen sind hunderte solcher Membranröhrchen verankert und schweben frei wie Seegras in mannshohen Gehäusen, die dann in den Schlamm der Kläranlage eingetaucht werden. Dort filtern diese Module selbst problematische Stoffe wie Mikroplastik, Krankheitserreger und multiresistente Keime aus dem Abwasser heraus. Die Spülung der Membranen erfolgt sekundenschnell und effizient durch einen Luftschwall.

„Das ist GreenTech made in Germany und hat das Zeug zum Exportschlager“, sagt Bonde. Die Membion-Technologie wird bereits in der Industrie eingesetzt, unter anderem beim weltgrößten Pommes-Frites-Produzenten McCain. Sie ist zudem Herzstück von Deutschlands größter Membran-Kläranlage, die derzeit in Wolfsburg-Stahlberg entsteht.

Quelle: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

AbwasserreinigungDeutscher UmweltpreisMembranfilterPreisträgerUmweltjuristin
Bevorzugte Quelle bei Google

Möchten Sie natur in Ihren Google-Suchergebnissen bevorzugt sehen? Ein Klick genügt.

natur als bevorzugte Quelle festlegen →

Mehr aus Nachhaltigkeit

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Nachhaltigkeit.

Alle Nachhaltigkeit-Artikel
Verkehrswende: Wer schafft den E-Auto-Umstieg – und wer nicht?
Nachhaltigkeit

Verkehrswende: Wer schafft den E-Auto-Umstieg – und wer nicht?

19. Oktober 2026

Der Umstieg auf Elektroautos schreitet voran. Doch nicht alle Autobesitzer profitieren gleichermaßen. Ein Gutachten zeigt nun, wer mehr Unterstützung braucht.

Ein biobasierter Schaumstoff für Polstermöbel
Nachhaltigkeit

Ein biobasierter Schaumstoff für Polstermöbel

16. Oktober 2026

Viele Polstermöbel und Matratzen enthalten erdölbasierte Schaumstoffe. Forschende haben nun eine nachhaltigere Alternative entwickelt. Sie überzeugt auch beim…

Was kostet die Wärmewende und wie bezahlbar ist sie?
Nachhaltigkeit

Was kostet die Wärmewende und wie bezahlbar ist sie?

12. Oktober 2026

Die Wärmewende ist ein wichtiger Schritt zum Klimaschutz, kostet aber Milliarden. Eine Studie zeigt: Ärmere Haushalte können die Kosten kaum stemmen.

Klebstoff aus Mistelbeeren statt Erdöl
Nachhaltigkeit

Klebstoff aus Mistelbeeren statt Erdöl

9. Oktober 2026

Die meisten Klebstoffe basieren auf Erdöl. Forschende zeigen nun, dass es auch nachhaltiger geht. Sie haben einen neuen Bio-Kleber aus Mistelbeeren entwickelt.

← Zurück zu NachhaltigkeitZur Startseite