Der maßvolle Genuss von Alkohol reduziert bei älteren Menschen die Gefahr eines Herzversagens. Die Art des Alkohols scheint hierbei keine Rolle zu spielen. Die in der Fachzeitschrift The Journal of the American Medical Association veröffentlichten Studienergebnisse bescheinigen Bier und Likör eine ebenso hohe Schutzwirkung wie Rotwein.
Jerome L. Abramson von der Emory University School of Medicine untersuchte mit seinem Team die Wirkung von Alkohol auf über 2.200 Menschen mit einem durchschnittlichen Alter von 74 Jahren von 1982 bis 1996. Bei Studienbeginn litt keiner der Teilnehmer an einer eingeschränkten Pumpleistung des Herzens. Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Rauchen und Diabetes wurden ebenso in die Ergebnisse miteinbezogen wie Alter, Geschlecht und Schulbildung der Probanden.
Während der Studiendauer litten 281 der Studienteilnehmer an Herzstörungen, an denen 28 Patienten starben. Diejenigen mit dem höchsten Alkoholkonsum hatten hierbei nur halb so oft ein Herzversagen wie Abstinenzler, in deren Gruppe die meisten Herzprobleme auftraten. Im Gegensatz zu den Erwartungen der Wissenschaftler steht mäßiger Alkoholgenuss nicht in Verbindung mit einem geringeren Risiko für Herzattacken. “Dies legt nahe, dass Alkohol das Risiko von Herzversagen durch einen anderen Weg vermindert als er es bei Herzattacken tut”, sagt Abramson.
Die positiven Effekte des Alkohols sollen aber nicht zum hemmungslosen Saufen anregen, warnen die Wissenschaftler. Denn noch immer besteht ein Zusammenhang zwischen den berauschenden Getränken und hohem Blutdruck, Kardiomyopathie und einem erhöhten Risiko, an Brustkrebs zu erkranken.
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Dr. Dagmar Knopf





