Der Chemiker Tobias Ritter wurde mit dem Klung-Wilhelmy-Weberbank-Preis ausgezeichnet. Er ist mit 75 000 Euro dotiert und gehört in Deutschland zu den angesehensten Auszeichnungen für Nachwuchswissenschaftler.
Der 1975 geborene Ritter, der zurzeit in den USA an der Harvard University forscht, wird für seine Arbeiten zur Verbesserung von Medikamenten geehrt. Ritter hat Methoden zur sogenannten spezifischen Fluorierung von Molekülen entwickelt, die biomedizinisch relevant sind. Medikamente werden also auf diese Weise wirksamer. Fluor-Atome machen die Wirkstoffe fettlöslicher und verhindern gleichzeitig, dass sie im Körper zu schnell abgebaut werden. Daher enthält inzwischen bereits jede fünfte Arznei, die auf dem Markt ist, mindestens eines dieser fluorierten Moleküle. Dass solche Medikamente effizient hergestellt werden können, ist maßgeblich Tobias Ritters Forschungen zu verdanken.





