Die Berggorillas in Uganda leiden an einer Hautkrankheit, die vermutlich vom Menschen übertragen wurde. Das berichtet Michael Cranfield vom Baltimore-Zoo in Maryland im Fachblatt “Parasitology Research”.
Durch den Ökotourismus haben sich die Gorillas so weit an den Menschen gewöhnt, dass sie immer öfter den “Bwindi Impenetrable National Park” im Südwesten des Landes verlassen, um in Wohngegenden nach Futter zu suchen. Dabei finden sie nicht nur Futter, sondern auch Kleidungsstücke, in denen sich Milben eingenistet haben.
Diese Milben lösen die sogenannte Räude aus, eine der Krätze ähnliche Hautkrankheit. Für die Tiere ist sie zwar nur selten tödlich. Sie trifft aber hauptsächlich Jungtiere, die dadurch anfälliger für andere Krankheiten werden. Krankheiten, die vom Menschen übertragen werden, seien die größte Bedrohung für die 650 in dem Gebiet noch lebenden Berggorillas, warnt Cranfield.
Knut Zimmer





