Duanqing Pei von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Guangzhou hat es wohl nicht im Urin. Zwar ist es ihm kürzlich gelungen, aus der menschlichen Ausscheidung Zellen zu isolieren, die sich zu Hirnzellen züchten lassen (bild der wissenschaft 3/2013, „Kein Pipifax”). Doch als genau solcher entpuppt sich bei genauerem Hinsehen eine neue Studie des Forschers. Darin verspricht er, aus Urin Zähne herstellen zu können.
Pei hatte mit seinem Team Zellen der Harnwege isoliert und sie zu Stammzellen umgewandelt. Diese kombinierte er mit sogenannten dentalen Mesenchymzellen einer Maus und implantierte die Mixtur in eine Niere des Nagers – in der Hoffnung, dass dort ein Zahn heranreifen würde. Doch das Ergebnis war wenig überzeugend: Nach drei Wochen hatte sich ein weiches Etwas gebildet, das nicht im Entferntesten an einen Zahn erinnerte, sondern lediglich rudimentäre Merkmale aufwies, etwa Zahnschmelz. Das scheint Pei wenig zu beeindrucken, denn in der Conclusio seiner Studie schreibt er: „Unsere Ergebnisse zeigen, dass das Verfahren dazu geeignet ist, menschliche Zähne wachsen zu lassen.” Wenn er da mal nicht den Mund zu voll genommen hat.





