In den USA hat die FDA (The Food and Drug Administration) zwei neue Systeme zugelassen, die einen Wiederverschluß von Arterien nach einer Operation eines Herzinfarkts verhindern sollen.
Weltweit erkranken immer mehr Menschen an Artheriosklerose – einer Verengung der Blutgefäße, die bei einem Verschluß (Stenose) zum Herzinfarkt führt. Um die über Jahre in der Arterienwand eingelagerten Kalkschichten und Fette zu verschieben, bringt der Kardiologe über einen Herzkatheter einen Ballon an die verengte Stelle. Durch die schnelle Expansion werden die Ablagerungen zur Seite gedrückt und somit das Blutgefäß wieder geöffnet.. Da das Gefäß nach der starken Überdehnung jedoch meist nicht mehr elastisch genug ist, wird ein stützendes Metallröhrchen, ein sogenannter Stent, eingesetzt.
Durch den eingebrachten Fremdkörper kann es allerdings während des Heilungsprozesses zu einem erhöhten Wachstum von Narbengewebe kommen, so daß es an der zuvor behandelten Stelle erneut zu einer Verengung (“InStent-Restenose”) kommt.
Dies soll nun mit den beiden neuen “Intravaskulären Brachytherapiesystemen” verhindert werden. Beide Geräte bestehen im Wesentlichen aus einem Katheter, über den eine radioaktive Quelle an die behandelte Stelle gebracht wird. Durch eine etwa 20 – 25 minütige Bestrahlung der zuvor aufgeweiteten Arterie wird im anschließenden Heilungsprozess die Ausbildung von Narbengewebe enorm reduziert. Die Geräte unterscheiden sich hauptsächlich in der Art der Strahlungsquelle: Während beim Novoste Beta-Cath System der Firma Novoste Corporation aus Nocross/Georgia die Strahlungsquelle die beiden Betastrahler Strontium-90 und Yttrium-90 sind, so ist das Cordis Checkmate System von Cordis Corporation aus Miami/Florida mit einer Gamma-Quelle, nämlich dem Radioisotop Iridium-192, ausgestattet.
In klinischen Studien konnte gezeigt werden, daß beide Systeme sicher arbeiten und die InStent-Restenose deutlich reduzieren. Weitere Informationen über diese Behandlungsmethode und die beiden Systeme kann man im Online-Magazin Vascular Radiotherapy Monitor nachlesen.
Melanie Heilmann





