Text: Bettina Wurche
Im dichten Blätterdach des Amazonas-Regenwaldes schimmern Federn in bunten Blau-, Rot-, Gelb- und Grüntönen. Vom winzigen Sperlingspapagei bis hin zu beeindruckenden Aras mit meterlangen Schwänzen: Die tropischen Regenwälder des Amazonas-Gebietes beherbergen über 90 farbenprächtige Arten der Neuweltpapageien, was sie zur Region mit der höchsten Papageienvielfalt weltweit macht. Die Vögel leben oben in den Baumkronen, wo sie im dichten Blattwerk reichlich Nahrung in Form von Samen, Früchten, Blüten und gelegentlich auch von kleinen Insekten finden. Doch das farbenfrohe Federkleid hat auch Nachteile: Viele der langlebigen gefiederten Ikonen des Amazonas sind bedroht. Einst wurden sie für ihre Federn in kleinem Umfang von indigenen Stämmen erlegt, schnell weckte ihr exotisches Aussehen auch die Begehrlichkeit reicher Europäer, die die Tiere in weitaus höheren Zahlen jagten. Seitdem werden sie in immer größerem Umfang gefangen und gehandelt. Auch heute noch zahlen Liebhaber für die großen, bunten Aras und ihre Eier Höchstpreise – für vier Spix-Aras etwa 300.000 Euro.





