Auch der Einsatz sogenannter Granulose-Viren gegen Würmer in Äpfeln hat seine Tücken. Denn immer Biolandwirte stellen fest, dass die Schädlinge gegen die Mittel resistent werden. Ebenfalls problematisch ist der Einsatz des Biopestizids Pyrethrum, einem Extrakt aus Chrysanthemen. Vor allem in Kenia, Ruanda, Tansania aber mittlerweile auch im kroatischen Dalmatien werden die weißblühenden Pflanzen zur Gewinnung von Pyrethrum angebaut. Um die Äcker jedoch vor Schädlingen zu schützen, werden Herbizide eingesetzt, was zur Folge hat, dass der ökologische Fingerabdruck des Produkts bedenklich ist.
Und was ist mit dem Einsatz natürlicher Feinde gegen Schädlinge auf den Feldern – etwa dem asiatischen Marienkäfer? Der frisst zwar bis zu 270 Läuse am Tag, ist aber inzwischen vom Nützling selbst zu einem Schädling geworden. Denn der Käfer verdrängt zunehmend seine einheimischen Verwandten. Das sind nur einige Beispiele für die Bedenklichkeit von Bioprodukten, die Susanne Donner für ihren Artikel recherchiert hat. Wenn sie mehr wissen wollen, lesen Sie “Bio ist nicht immer besser” in der Juni-Ausgabe von bild der wissenschaft und räumen Sie mit dem weit verbreiteten Vorurteil vom grundsätzlich “guten Bio” auf.





