Der Durchmesser eines Baumes ändert sich im Verlaufe eines Tages je nach Wassergehalt im Stamm. Wissenschaftler der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL stellten fest, dass die Größenänderungen fast ausschließlich in der Rinde stattfinden und dass das Holz daran nahezu unbeteiligt ist.
Im Laufe des Tages gibt ein Baum über seine Blätter Wasser an die Atmosphäre ab. Während dieser Zeit verringert sich auch sein Stammdurchmesser. Zum Abend hin verdunstet der Baum weniger Wasser und sein Durchmesser nimmt wieder zu. Kurz vor Sonnenaufgang hat er den höchsten Wassergehalt und auch den größten Stammdurchmesser.
Das schweizerische Wissenschaftlerteam führte Untersuchungen an Stammabschnitten von jungen Fichten durch. Sie fällten die Bäume kurz vor Sonnenaufgang, zu der Zeit als sie den höchsten Wassergehalt besaßen und trockneten sie dann anschließend. Dabei stellten sie fest, dass sich nur die elastische Rinde zusammenzieht und das Holz an den Durchmesseränderungen unbeteiligt ist.
Ralf Möller





