Entgegen ersten Vermutungen wirkt das Bakteriengift Botulinum-Toxin (Botox) nicht gegen Migräne. Zufällig hatten Frauen, die sich Gesichtsfalten mit dem muskelentspannenden Mittel glätten ließen, bemerkt, dass mit den Falten auch ihre Migräne-Attacken zurückgingen. Doch bei einer wissenschaftlichen Überprüfung fiel die neue Therapieoption nun sang- und klanglos durch. Nachdem Münsteraner Neurologen 40 Migränepatientinnen Botox gespritzt hatten, gaben etwa 30 Prozent an, die Häufigkeit ihrer Attacken habe sich mindestens halbiert. Allerdings war es offenbar völlig gleichgültig, ob die Spritze den Wirkstoff enthielt oder nicht: Bei Frauen, die lediglich eine Kochsalzlösung injiziert bekamen, war die Erfolgsquote genauso hoch.





