Bakterien sollen Geologen künftig beim Aufspüren von Goldvorkommen helfen. Kommt im Boden das Bakterium “Bacillus cereus” in großer Zahl vor, weist das auf eine Goldader im Untergrund hin. Das berichten amerikanische Forscher beim Treffen der Amerikanischen Gesellschaft für Mikrobiologie in Salt Lake City.
Gold ist in seiner löslichen Form normalerweise giftig für Mikroben und auch für höhere Lebewesen. Die Sporen vieler Bakterien sind jedoch widerstandsfähiger gegen solche Gifte. In goldhaltigen Böden können Bakterien daher besser überleben, wenn sie viele Sporen bilden.
Die Forscher um Hongmei Wang von der Staatsuniversität Ohio fanden nun in Experimenten heraus, dass Gold bei “Bacillus cereus” die Bildung von Sporen ankurbelt. Tatsächlich fanden die Forscher in goldhaltigen Böden eine deutlich erhöhte Zahl von Sporen dieses Bakteriums.
In einer Pilotstudie in Bergbauregionen in der chinesischen Provinz Sichuan wollen die Forscher die Praxistauglichkeit ihrer Entdeckung für die Erkundung neuer Goldvorkommen testen. Bei der Suche nach dem Edelmetall sei eine Analyse der Bakterien im Boden einfacher und billiger als aufwändige chemische Untersuchungen, schätzt Wang.
ddp/bdw – Ulrich Dewald





