Der in der Zukunft erwartete, schnelle Klimawechsel könnte das Fortbestehen verschiedenster Baumarten gefährden. Das erklärte die Paläoökologin Margaret B. Davis von der University of Minnesota auf der jährlichen Versammlung der Ecological Society of America.
Sie befürchtet, dass sich manche Baumarten nicht schnell genug an diese Klimaänderung anpassen können. Zwar können Bäume durch die weite Verbreitung ihres Pollens und ihrer Samen in Gebiete mit einem für sie günstigen Klima einwandern, doch diese Wanderungen dauern vergleichsweise lange. Als Beispiel nannte sie die heute in Nordeuropa heimische Kiefer: Nach der letzten Eiszeit lag ihr Hauptverbreitungsgebiet in Südeuropa. Dann stiegen die Temperaturen langsam an und die Kiefern “wanderten” durch Zentraleuropa bis in das kühle Nordeuropa. Dabei legten sie in jedem Jahrhundert etwa 150 Kilometer zurück.
Um mit den prognostizierten Klimaänderungen Schritt halten zu können, müssten die Bäume aber etwa 300 bis 500 Kilometer in jedem Jahrhundert “wandern” und die Wandergeschwindigkeit der Bäume wäre demnach zu langsam. Eine weitere Gefahr ist auch der begrenzte Lebensraum für die Bäume. Grosse Gebiete sind heute besiedelt oder werden für die Landwirtschaft genutzt. Dadurch werden die Bäume auf für sie ungünstige Grenzflächen verdrängt und sie sind zusätzlichem selektiven Druck ausgesetzt. “Daher ist nicht garantiert, dass sich die Bäume schnell genug an den Klimawandel anpassen können” schloss Davis.
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Ralf Möller





