Der Bayer-Konzern hat die Produktion von Kohlenstoff-Nanoröhrchen eingestellt. Die sogenannten Baytubes sollten unter anderem in Lacken, elektronischen Bauteilen und Sportartikeln zum Einsatz kommen. Kritiker haben immer wieder davor gewarnt, dass die winzigen Röhrchen aus Kohlenstoff durch die Atemwege aufgenommen werden und ähnlich wie Asbestfasern Krebs verursachen können.
Das sei aber nicht der Grund für den Ausstieg aus der Technologie, beteuert Unternehmenssprecher Stefan Paul Mechnig. Denn die von Bayer entwickelten Produkte unterschieden sich in ihrer Form von Asbestfasern und seien weder giftig noch ätzend oder reizend. „Wir bringen die Projekte zum Abschluss”, erklärt Mechnig, „weil sich die Märkte nicht so entwickelt haben wie angenommen.”
Eine umfangreiche Kommerzialisierung sei zurzeit nicht möglich. Das Unternehmen versucht jetzt, für die Technologie und die Patente Käufer zu finden. Die sind allerdings nicht in Sicht. Unklar ist auch, was mit den bisherigen Produktionsstandorten in Leverkusen und Laufenburg geschieht. Falls sich hier kein Käufer finde, würden die Anlagen stillgelegt, sagt Mechnig. Die rund 30 Mitarbeiter erhielten dann innerhalb des Konzerns andere Arbeitsplätze.





