Eine der häufigsten Todesursachen in den westlichen Ländern ist Herzversagen. Es wird meistens durch eine Schädigung der Zellen im Herzen nach einem Infarkt hervorgerufen. Wissenschaftler haben im Tierversuch probiert, durch das Injizieren embryonaler Mäuse-Stammzellen diese Zellschädigung zu begrenzen. Bisher gelang dies allerdings nur bei Ratten. Französischen Forschern glückte es jetzt erstmals, auch bei größeren Säugetieren Herzzellen auf diese Weise zu regenerieren. Die Biologen um Claudine Ménard vom Centre National de la Recherche Scientifique in Montpellier hatten bei 18 Schafen einen Herzinfarkt hervorgerufen. Der Hälfte der Tiere wurden embryonale Stammzellen aus der Maus transplantiert. Bei ihnen waren im Gegensatz zur Kontrollgruppe nach einem Monat 20 bis 30 Prozent des geschädigten Herzmuskelgewebes wieder repariert. Kein Schaf stieß die Mäusezellen ab. Für Ménard ist es durch diese Ergebnisse wahrscheinlicher geworden, dass eines Tages auch menschliche Herzzellen mit embryonalen Stammzellen regeneriert werden können.





