Gealterte adulte Stammzellen wieder zu verjüngen, galt bisher nach Überzeugung vieler Experten als unmöglich. Doch genau das ist jetzt Forschern um Hartmut Geiger vom Universitätsklinikum Ulm gelungen. Sie versetzten adulte Stammzellen des blutbildenden Systems, aus denen zum Beispiel rote und weiße Blutkörperchen entstehen, wieder in ihren Urzustand.
Wenn diese Zellen altern, erhöht sich in ihnen die Konzentration des Eiweißstoffs „RhoGTPase Cdc42″. Das führt dazu, dass sich die Anordnung bestimmter Stoffe in den Zellen verändert und sie deshalb ihre Funktionen nicht mehr so gut erfüllen können wie zuvor.
Die Forscher senkten mit der pharmakologischen Substanz CASIN die erhöhten Werte des Eiweißstoffs wieder ab. Dadurch stellte sich die Ordnung in den Stammzellen wieder her, und sie funktionierten genauso gut wie ihre jungen „Kollegen”.
Die Ulmer Wissenschaftler gehen davon aus, dass ihre Ergebnisse nicht nur für die Stammzellen des blutbildenden Systems gelten, sondern dass sie sich auch auf andere wichtige Körperfunktionen übertragen lassen. Langfristig könnten die Erkenntnisse dabei helfen, altersbedingte Krankheiten wie Blutarmut oder das Nachlassen der Immunabwehr zu bekämpfen.





