Text: Roman Goergen
In den Medien Lateinamerikas ist die Sichtung eines Jaguarundis immer noch eine Schlagzeile wert. Als die kleine Raubkatze im November am Flughafen von Puerto Iguazú in Argentinien auftauchte, war das eine kleine Sensation: „Der Jaguarundi wurde am Eingang entdeckt – ein seltenes Ereignis, das zeigt, wie nah diese Tiere an bewohnte Gebiete kommen“, schrieb „100 Fronteiras“. José Ramírez-Fernández kennt solche Reports gut. Der Biologe und Experte für kleine Wildkatzen von der One Health Costa Rica Alliance (OHCRA), arbeitet daran, mehr über das rätselhafte Tier zu erfahren: „Der Jaguarundi ist keine leicht zu erforschende Art. Es gibt nur sehr wenige Berichte über ihn, da er selbst in natürlichen Lebensräumen nicht häufig vorkommt“, erläutert er. Forschende begeistern sich eher für die Spitzenprädatoren ganz oben in der Nahrungskette, wie zum Beispiel die im mittelamerikanischen Costa Rica vertretenen Jaguare oder Pumas – vor allem auch deswegen, weil dafür mehr Fördergelder zur Verfügung stehen.





