Eine regelmäßige Einnahme von Aspirin könnte bei Frauen das Risiko reduzieren, an Eierstockkrebs zu erkranken. Das berichten Wissenschaftler von der New Yorker University School of Medicine.
Der Leiter dieser Untersuchungen Dr. Arslan Akhmedkhanov sieht in den Ergebnissen möglicherweise einen Ansatz für neue Maßnahmen zur Behandlung und Vorbeugung von bestimmten Krebserkrankungen.
In einer zwölf Jahre langen Studie mit 748 Frauen wurde das Risiko untersucht, an Eierstockkrebs zu erkranken. Frauen, die wöchentlich dreimal oder sogar häufiger Aspirin über mindestens ein halbes Jahr lang einnahmen, hatten ein um 40 Prozent geringeres Risiko, an einem epithelialen Ovarialkarzinom (Eierstockkrebs) zu erkranken.
Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut (beispielsweise bei der Endometriose) oder Beschwerden der Eileiter können Entzündungen in den Eierstöcken hervorrufen. Diese Entzündungen können das epitheliale Ovarialkarzinom auslösen beziehungsweise verursachen, so die Wissenschaftler. Aspirin hemmt Entzündungen und besitzt somit eine gewisse Anti-Krebs-Wirkung, erläutern die Experten.
Da aber eine langfristige Einnahme von Aspirin schwerwiegende Nebenwirkungen haben kann, sollte eine Einnahme immer mit einem Arzt abgesprochen werden, erklärt Arslan Akhmedkhanov. Auch wenn mehrere Studien die entzündungshemmenden Eigenschaften von Aspirin bestätigen, so sind noch weitere große Studien notwendig um die Vor- und Nachteile und zukünftige Möglichkeiten einschätzen zu können, so der Leiter der Studie.
Dr. Leyla Schmidt





