Das Fossil eines ungewöhnlichen Meereskrokodils haben argentinische Wissenschaftler der Nationaluniversität La Plata in Patagonien entdeckt. Das Team um die Paläontologin Zulma Gasparini taufte das Tier auf den Namen Dakosaurus andiniensis. Es lebte im späten Jura vor etwa 135 Millionen Jahren, war ungefähr vier Meter lang, besaß Flossen an Stelle von Beinen und einen Fischschwanz. Der Fund ist deshalb bemerkenswert, weil er sich erheblich von denen anderer Dakosaurus- und Meereskrokodil-Fossilien unterscheidet. Diese haben eine lange, flache Schnauze und nagelähnliche Zähne, was auf kleine Fische und Weichtiere als Beute schließen lässt. Dagegen ist die Schnauze von D. andiniensis kurz und der Kiefer sehr kräftig. Die großen und gezackten Zähne weisen laut Gasparini außerdem darauf hin, dass das Krokodil große Meerestiere wie Ichthyo- und Plesiosaurier jagte. „Dieser Dakosaurus war eines der gefährlichsten Tiere seiner Zeit”, ist Gasparini überzeugt.





