Die Anti-Baby-Pille kann das Darmkrebs-Risiko einer Studie zufolge um bis zu 18 Prozent verringern. Sie sei vermutlich einer der Gründe dafür, warum wesentlich weniger Frauen als Männer an Darmkrebs erkrankten, berichtete der “Guardian” unter Berufung auf das Fachmagazin “British Journal of Cancer”.
Für die Studie wertete ein Team unter Leitung von Carlo La Vecchia vom Institut für pharmakologische Forschung in Mailand 19 unabhängige Untersuchungen aus. Demnach sank das Darmkrebs-Risiko für Frauen, die zwischen 1965 und 1985 die Pille nahmen, um 18 Prozent. “Die Todesraten durch Darmkrebs haben sich bei Frauen in den vergangenen 20 Jahren stetig verringert”, sagte La Vecchia. “Wir glauben, dass dies teilweise auf die Pille zurückgeht.”
Die Mediziner nehmen an, dass das in der Pille enthaltene Östrogen das Wachstum der Krebszellen blockiert. Gordon McVie, Direktor der britischen Krebsforschungskampagne, sagte zu der Studie: “Die Ergebnisse zeigen, dass Frauen eine Geheimwaffe gegen die Krankheit haben könnten, die in Großbritannien täglich 46 Menschen das Leben kostet.”
dpa





