Dies hängt mit einem schleimigen Sekret zusammen, das die Tiere beim Einstechen auf ihren Partner übertragen, konnte Ronald Chase und Katrina Blanchard nun zeigen. Dazu injizierten sie einigen Schnecken das Sperma von jeweils zwei potenziellen Schneckenvätern. Vor jeder der beiden Spermaspritzen pieksten die Wissenschaftler die zukünftigen Schneckenmütter mit einer Nadel, um den natürlichen Pfeil zu simulieren. Einmal verabreichten sie zusammen mit dem Samen auch das schleimige Sekret, während sie die andere Spermaportion ohne den Schleim spritzten.
Als die befruchtete Schnecke einige Tage später ihre Eier abgelegt hatte, machten die Wissenschaftler mit dem Nachwuchs einen Vaterschaftstest. Dabei zeigte sich, dass derjenige Spermaspender, dessen Samen zusätzlich den Schleim des Liebespfeils enthielt, mehr als doppelt so viele Nachkommen gezeugt hatte wie sein Artgenosse ohne Schleimzugabe.
Nicht der Liebespfeil selbst, sondern der mittransportierte Schleim fördert demnach die Befruchtung, schlossen die Wissenschaftler. Außerdem zeigte sich, dass unabhängig von der Schleimgabe der erste Samenspender stets mehr Nachkommen produzieren konnte als sein Nachfolger. Daher könnten Schnecken ihre Fortpflanzungschancen steigern, indem sie entweder sichere Schützen sind oder sich nur mit Jungfrauen paaren, schreiben die Forscher.





