Dinosaurier konnten beim Rennen atmen und waren damit aktiver als bisher vermutet. Darauf deuten Versuche amerikanischer Forscher mit Alligatoren, berichtet die Universität von Utah in Salt Lake City.
Die Biologen um Colleen Farmer ließen Alligatoren auf einem Laufband rennen. Dabei fanden sie, dass die Tiere mithilfe eines schwenkbaren Schambeins auch im Laufschritt atmen können. Das unterscheidet sie etwa von Eidechsen, die für einen Atemzug stehenbleiben müssen.
Die Atemtechnik der Alligatoren sei der von Vögeln sehr ähnlich, sagen die Forscher. Da beide Tierarten aber von Dinosauriern abstammen, sei es wahrscheinlich, dass auch diese mit einem schwenkbaren Schambein geatmet hätten.
Das Schambein macht beim Einatmen den inneren Organen Platz. Es klappt zur Seite, wenn Alligatoren, um Luft einzusaugen, die Leber mit einem Muskel zum Becken ziehen. Durch den Vorgang wird die an der Leber befestigte Lunge aufgebläht, fanden die Forscher. Ein Zwerchfell aber, das Säugetiere zum Atmen nutzen, fehlt in Alligatoren.
ddp/bdw – Marcel Falk





