Der Käfer Stenocara in der Namib-Wüste in Namibia wendet eine raffinierte Technik an, um zu Trinkwasser zu gelangen: Da es dort fast nie regnet, fängt er den häufig über die Dünenkämme ziehenden Morgennebel mit seinem Körper auf und lässt das Wasser in den Mund fließen. Wie effektiv ihm dabei die Oberflächenstruktur seines Unterleibs hilft, haben nun Forscher der Universität Oxford entdeckt.
Die Zoologen fanden am Unterleib ein wechselndes Muster wasseranziehender und -abweisender Flächen. Wassertropfen sammeln sich auf den anziehenden Bereichen und werden größer und größer, bis sie schließlich die wasserabweisenden Flächen berühren. Dann fließen sie schnell bis zum Mund ab, berichten Andrew R. Parker und Chris R. Lawrence im Fachmagazin “Nature” (Ausg. 414, S. 33).
Ähnliche Muster könnten auch vom Menschen genutzt werden, um aus Nebel Trinkwasser zu gewinnen, regen die Forscher an.
ddp/bdw – Ulrich Dewald





