Über 2,2 Millionen Orchideen werden jedes Jahr in den südlichen Hochländern Tansanias gesammelt, um im Nachbarland Sambia, aber auch auf dem internationalen Markt als Delikatesse feil geboten zu werden. 85 verschiedene Arten werden so zu einem Fleischersatz verarbeitet, der sich wachsender Beliebtheit erfreut. Das geht aus einem Bericht der Wildlife Conservation Society (WCS) in New York hervor.
Die Orchideen würden geerntet, mit großen Lastwagen abtransportiert und ihre Knollen zu Gerichten namens “Chikanda” oder “Kinaka” verarbeitet. Viele der Orchideen sind noch nicht auf der internationalen roten Liste der bedrohten Pflanzenarten vermerkt, da sie kaum bekannt sind.
Die WCS warnt vor der Ausbeutung der artenreichen Hochebene. “Wenn der Boom anhält, werden viele Orchideenarten in wenigen Jahren verschwunden sein”, so der Biologe Tim Davenport. Die Gesellschaft fordert nun, einen Teil der Hochebene in einen Nationalpark zu verwandeln und damit zu schützen.
Susanne Donner





