Dressierte Immunzellen könnten Patienten mit Multipler Sklerose (MS) helfen. Darauf deuten Versuche an Mäusen hin, schreiben amerikanische Forscher in einer Vorabpublikation des Fachmagazins “Nature Biotechnology”.
Mit gentechnischen Tricks brachte das Team um Terrence Geiger Immunzellen dazu, schädliche Zellen der körpereigenen Immunabwehr zu vernichten. Diese schädlichen Zellen greifen bei Patienten mit MS fälschlicherweise das Nervensystem an und beschädigen es.
Die Wissenschaftler vom St. Jude-Kinderkrankenhaus in Memphis stellten Immunzellen her, so genannte T-Zellen, die die schädlichen Immunzellen spezifisch erkennen und zerstören können. Spritzten die Forscher die schützenden T-Zellen Mäusen, die an einer MS-ähnlichen Krankheit litten, erholten sich alle. Von den unbehandelten Mäusen starb mehr als die Hälfte, berichten die Forscher.
In Deutschland leiden von 100.000 Bundesbürgern zwischen 50 und 70 Menschen an Multipler Sklerose. Die Krankheit gilt als unheilbar, kann aber mit Medikamenten gebremst werden. Betroffene kämpfen mit spastischen Lähmungen, Sehstörungen und sterben in schweren Fällen an der Krankheit.
ddp/bdw – Marcel Falk





