Eine große Überraschung erlebten US-Wissenschaftler, als sie das in Sandstein konservierte 80 Millionen Jahre alte Fossil eines Dinosauriers untersuchten: Sie fanden in einem Knochen des Hadrosauriers Brachylophosaurus canadensis noch intakte Proteine, darunter Elastin und Kollagen. Dem Team um Mary H. Schweitzer von der North Carolina State University in Raleigh gelang es, die Eiweiße zu sequenzieren. Resultat: Sie konnten den Entenschnabel-Saurier demselben Stammbaum zuordnen, zu dem Tyrannosaurus rex gehört – und auch heutige Hühner und Straußenvögel.
Normalerweise beginnen die Proteine sofort nach dem Tod eines Lebewesens zu zerfallen. Bei der Bildung von Fossilien werden die Eiweiße nach und nach durch Mineralien ersetzt. Bisher gingen Wissenschaftler davon aus, dass dieser Prozess nach spätestens einer Million Jahren abgeschlossen ist.





