Dass sich unser Klima verändert, ist mittlerweile kaum mehr zu übersehen. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts häufen sich die Superlative in Bezug auf Temperaturen, CO 2-Werte und den Anstieg der Meeresspiegel. Das letzte Jahr hat jedoch alles Bisherige noch getoppt, wie der aktuelle Klimabericht “State of the Climate” belegt. Die Daten für den Bericht wurden von einem Team aus 413 Klimaforschern aus aller Welt zusammengestellt und von der US National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) herausgegeben.
Wärmerekorde an Land und im Meer
Der Bericht belegt, dass 2014 das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war. 17 der 18 wärmsten Jahre häufen sich damit in den letzten 28 Jahren. Die globalen Durchschnitts-Temperaturen lagen um 0,27 bis 0,29 Grad Celsius über dem langjährigen Mittelwert von 1981 bis 2010. Die Temperaturen über Land erreichten sogar 0,37 bis 0,44 Grad über dem Durchschnitt, wie die Forscher berichten.
Auch die Ozeane – wichtige Puffer im Klimasystem – zeigen immer stärkere Anzeichen für eine Erwärmung. Die Oberflächentemperatur der Meere erreichte 2014 einen neuen Höchstwert, wie die Forscher berichten. Gleichzeitig nahm auch die Wärmemenge zu, die die Ozeane in ihren oberen Wasserschichten speichern. Seit 1971 haben sie rund 63 Prozent der gesamten Erwärmung abgepuffert, weitere 30 Prozent schluckte die langsame Erwärmung tiefer Wasserschichten.

Durchschnittstemperaturen 2014 verglichen mit dem Mittel von 1981 bis 2010 (Grafik: NOAA/ State of the Climate 2015)
Die Erwärmung der Meere wirkt sich auch auf die tropischen Stürme aus. 2014 gab es 91 solcher Wirbelstürme und damit neun mehr als der Jahreswert im langjährigen Durchschnitt. Im östlichen und zentralen Pazifik gab es im letzten Jahr sogar so viele Stürme wie noch nie seit 1992, so der Bericht. In Nordatlantik war die Hurrikan-Saison dagegen eher ruhiger als üblich.
Rekordhoch auch beim Meeresspiegel
Durch die Erwärmung des Meerwassers, aber auch durch das einströmende Schmelzwasser, haben die Meeresspiegel weltweit ebenfalls neue Rekordwerte erreicht. Der globale Durchschnittspegel lag 2014 um 67 Millimeter über dem Durchschnitt von 1993, wie der Bericht belegt. Dies ist der höchste Meeresspiegel seit Beginn der Satelliten-Messungen. Global betrachtet steigen die Meeresspiegel zurzeit mit einer Rate von rund 3,2 Millimeter pro Jahr – Tendenz immer stärker steigend.







