Von einer Gruppe werden Probleme zwar anders gelöst als von einer Einzelperson, jedoch nicht immer besser. Das ist das Ergebnis einer Studie von Informationswissenschaftlern der Penn State University in Pennsylvania. Die Ergebnisse ihrer Untersuchung haben die Forscher in dem amerikanischen Fachmagazin “Cognition, Technology and Work” veröffentlicht.
Den Vorteil der Gruppenarbeit sehen die Forscher darin, dass alle Beteiligten ihr Wissen, ihre Erfahrungen und ihre Sachkenntnisse beitragen und ein gegenseitiger Austausch stattfindet. Außerdem können sie sich gegenseitig davon abhalten vom Problem abzuschweifen. Aber auch das einsame Tüfteln birgt Vorteile: “In der Gruppe muss man sich nicht so sehr auf das Gedächtnis verlassen, weil die anderen immer nachhelfen können. Wenn man ein Problem alleine lösen will, ist es wichtig, dass man sich an Einzelheiten erinnert. Das kann für die Lösung des Problems hilfreich sein.” sagt Michael McNeese.
“Wir konnten zwar zeigen, dass es bestimmte Vorteile hat, ein Problem in der Gruppe anzugehen. Es gibt allerdings auch Aufgaben, die von einem Einzelnen besser gelöst werden”, fasst McNeese die Resultate der Studie zusammen.
Die Aufgabe der Versuchsteilnehmer war es, alleine oder in einer Zweiergruppen ein Problem zu lösen, das ihnen durch einen Videofilm aufgezeigt wurde. In einem der Filme ging es beispielsweise darum, einen Adler aufzuspüren, zu fangen und zu einem weit entfernten Tierarzt zu transportieren. Die Aufgabe lag darin, das richtige Transportmittel zu wählen und sich um entsprechende Benzinvorräte und -kosten zu kümmern. “Das Problem ist vor allem mathematischer Natur. Man muss die Hinweise in dem Video beachten, Berechnungen anstellen und dann entscheiden wie verfahren wird”, erklärt der Versuchsleiter Michael McNeese die Aufgabenstellung.
Irina Lorenz-Meyer





