Vögel fliegen meist tagsüber, Fledermäuse dagegen in der Nacht. Warum das so ist, haben jetzt Forscher des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin aufgedeckt. Die Wissenschaftler um Christian Voigt sind überzeugt: Fledermäuse sind nachtaktiv, weil sie am Tag zu viel Energie verbrauchen würden: „Fledermäuse haben im Gegensatz zu Vögeln kein isolierendes Gefieder. Sie können sich also nicht vor den Sonnenstrahlen schützen.” Die Haut der Fledermausflügel ist nackt, dunkel und mit Blutgefäßen durchsetzt – sie funktioniert als guter Wärmekollektor. Die Tiere würden sich bei Tag überhitzen, meinen die Forscher. Dazu kommt, dass Fledermäuse sowieso beim Fliegen relativ viel Energie verbrauchen, da sie viel schneller als die meisten Vögel mit den Flügeln schlagen. Würden sie langsamer fliegen, könnten sie weitaus weniger Beute machen.





