Unmittelbar neben dem Vulkan, der die Karibikinsel Montserrat vor vier Jahren verwüstet hat, fand eine der seltensten Vogelarten ihren Zufluchtsort. Trotz regelmäßiger Schauer von Asche, Schutt und Felsen aus dem aktiven Vulkan lebt der Montserrat-Pirol nur wenige Meter neben dem Krater, berichtet die britische Tageszeitung “The Telegraph”.
Das Forscherteam der britischen Königlichen Gesellschaft für Vogelschutz und dem Forstamt von Montserrat flog mit einem Hubschrauber zu den obersten Hängen des Soufriere Hills Vulkans, um die Auswirkungen der Eruptionen auf die Vögel der Insel zu untersuchen. Dabei fanden sie an den Ausläufern des Kraters in einem kleinen Waldstück 25 Paare der Pirolart. “Es ist unglaublich, dass einer der letzen Zufluchtsorte eines Vogels, der am Rande der Ausrottung steht, so dicht an einem explodierenden Vulkan liegt”, sagt Chris Bowden, leitender Biologe der Expedition.
Die Entdeckung bringt laut den Forschern neue Hoffnung für den Erhalt des Vogels, dessen Bestand seit dem Vulkanausbruch 1997 auf der ganzen Insel stark zurückgegangen ist. Der Montserrat-Pirol ist der Nationalvogel der Insel und nirgends sonst auf der Welt zu finden.
ddp/bdw – Cornelia Pfaff





