Bisher konnte man Alzheimer zuverlässig erst nach dem Tod mittels einer Autopsie des Gehirns diagnostizieren. Eine Gruppe von Fachleuten erklärte bei der jährlichen Versammlung der American Academy of Neurology, dass Alzheimer bereits zu Lebzeiten der Erkrankten diagnostiziert werden könne.
Ungefähr 95 Prozent aller Alzheimer Erkrankungen können zu Lebzeiten der Patienten genau diagnostiziert werden,” sagte James C. Stevens von der Indiana University School of Medicine in Bloomington, gegenüber Reuters Health.
“Die Hauptnachricht für Ärzte ist, dass Alzheimer zuverlässig diagnostiziert werden kann,” sagte Stevens. Die Fachleute haben eine Liste von frühen Warnzeichen für Alzheimer herausgegeben:
Gedächtnisverlust, der die Arbeitsfähigkeit beeinflusst
Schwierigkeiten beim Ausführen vertrauter Aufgaben
Sprachprobleme
Sich verlaufen oder Verwirrungen bezüglich Zeit und Ort
Schlechtes Urteilsvermögen
Probleme mit abstraktem Denken
Gegenstände verlegen
Änderungen von Laune und Verhalten
veränderte Persönlichkeit
Verlust von Initiative.
Um andere Ursachen für den Gedächtnisverlust oder eine Demenz auszuschließen, empfehlen die Fachleute Gehirnscanns mit der Computer-Tomographie (CT) oder des Magnetic Resonance Imaging (MRI). Ein Überprüfen der Gene wird nicht empfohlen, da dies für die Diagnose nicht besonders nützlich scheint. Jedoch wurden bisher einige Gene gefunden, die das Risiko eines Gedächtnisverlustes vergrößern.
Nicole Waschke





