Im Laufe des 21. Jahrhunderts wird die Ozonkonzentration auf der nördlichen Erdhalbkugel um das Dreifache zunehmen. Asthmaepidemien, Ernteschäden und Waldsterben werden die Folge sein. Zu diesem Fazit kommt eine Studie der Vereinten Nationen, berichtet das Wissenschafts-Magazin “New Scientist”.
Grund für den Anstieg ist vor allem die zunehmende Luftverschmutzung in Asien, schreibt der Autor der Studie, Dick Derwent vom Britischen Meteorologischen Büro in Bracknell. Der Ozongehalt der Luft beträgt derzeit 25 ppb (parts per billion ? Teile pro Milliarden). Bis zum Jahr 2060 wird er wahrscheinlich auf 60 ppb steigen, 2100 liegt der Ozongehalt möglicherweise bei 70 ppb, erklärt der Forscher.
Spitzenwerte in Ballungsgebieten werden allerdings weit über diesen Angaben liegen. Derwent: “In den meisten dicht besiedelten Gebieten wird es wohl unmöglich, einen Wert von 80 ppb für saubere Luft einzuhalten.”
Nach Angaben der Europäischen Umweltagentur, verwelkt bei Ozonwerten über 30 ppb Getreide und Bäume werden nachhaltig beschädigt. Ab einem Wert von 80 ppb rechnen Krankenhäuser mit einer steigenden Anzahl von Patienten mit akuten Asthmaanfällen.
Almut Bruschke-Reimer





