Jugenddiabetes wird möglicherweise bereits im Mutterleib ausgelöst. Immunmoleküle von der Mutter, die das Ungeborene über die Nabelschnur erhält und es vor Infektionen schützen sollen, könnten eine Ursache der Krankheit sein, vermuten amerikanische Forscher.
Unter den als Antikörper bezeichneten Molekülen könne es nämlich auch solche geben, die Zellen der Bauchspeicheldrüse des Kindes angreifen. Damit lösen sie möglicherweise die Attacke der körpereigenen Immunabwehr aus, die die Insulin-produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse vernichtet und bei den Kindern später schließlich Diabetes verursacht, schreiben die Forscher um Ali Naji im Fachmagazin “Nature Medicine” (Bd. 8, S. 399).
Zu diesem Schluss gelangten die Forscher von der Universität von Pennsylvania in Philadelphia nach einer Reihe von Tierversuchen. So würden etwa Mäusejungen von Muttertieren, die überhaupt keine Antikörper oder keine gegen Insulin-produzierende Zellen produzieren können, nur selten an Diabetes erkranken. Ob sich diese Resultate aber auf den Menschen übertragen lassen, sei noch nicht klar, sagen die Forscher. Die Erkenntnisse könnten dann jedoch zu einer besseren Frühdiagnose und Vorbeugemitteln beitragen.
ddp/bdw ? Marcel Falk





