Vor sieben Jahren haben die Taliban in Afghanistan die größten stehenden Buddha-Statuen der Welt zerstört. Deutsche Wissenschaftler setzen das steinerne Puzzle im Computer wieder zusammen.
40 Meter geht es steil in die Tiefe. Ohne Brüstung und mit den Füßen direkt am Abgrund schleicht sich ein flaues Gefühl in die Magengegend – obwohl es sich gar nicht um eine echte Klippe handelt, sondern um ein begehbares Computermodell. Entwickelt haben es Wissenschaftler um den Denkmalschützer und Professor für Stadtbaugeschichte Michael Jansen von der RWTH Aachen im Auftrag des internationalen Rats für Denkmalpflege ICOMOS. Gebraucht wird es zur Rekonstruktion der zerstörten Buddhas im afghanischen Hochland des Hindukusch. Dort im 2500 Meter hoch gelegenen Bamiyan-Tal waren die Statuen vor fast 1500 Jahren aus dem Fels geschlagen worden. Über die Bildhauer weiß man wenig. Sie waren beeinflusst von indischer, chinesischer und westlicher Kunst, die in der Region – einer Schnittstelle der Kulturen – in der Mitte des ersten Jahrhunderts zum sogenannten Gandhara-Stil verschmolz. 38 Meter ragte der Kleine Buddha auf, 55 Meter der große Bruder – fast so hoch wie ein 20-stöckiges Hochhaus. Der Bombenanschlag der Taliban 2001, der die Kolosse in Schutt legte, markiert das Ende einer langen Geschichte der Zerstörung.
OHNE Arme UND Gesicht
Die begann vor 1000 Jahren nach der Islamisierung der Region: Damals hatte der türkische Eroberer Mahmud von Ghazni Arme und Gesichter der symbolträchtigen Figuren demolieren lassen. Nur die Aufzeichnungen des chinesischen Mönchs Hsuan-Tsang, der entlang der Seidenstraße die Gegend im frühen siebten Jahrhundert bereiste, verraten, dass die Buddhas einst farbenfroh und reich verziert waren. Dass es sich bei dem Wiederaufbau der Statuen um ein Politikum handelt, ist den Beteiligten klar und macht sie vorsichtig: „Seit 2003 bemühen wir uns, die Reste der Buddha-Figuren für die kommenden Generationen zu erhalten”, berichtet Michael Petzet, Leiter des Projekts und Präsident von ICOMOS. „Dazu bereiten wir die Rekonstruktion der Statuen in allen Details vor. Was davon umgesetzt wird, entscheidet letztlich die Regierung in Afghanistan. Habiba Sorabi, die Gouverneurin der Provinz Bamiyan gibt bisher ausschließlich positive Signale, ebenso wie die Bewohner des Bamiyan-Tals.”
Für das Computermodell der Felsnische, in der der Kleine Buddha stand, waren aufwendige Vorarbeiten am Original nötig: Mit einem 150 000 Euro teuren Laserscanner, den die Technische Universität Wien zur Verfügung gestellt hatte, nahmen die Wissenschaftler im Herbst 2006 die Nische aus 40 verschiedenen Positionen auf – von 2 Kilometer Entfernung bis 1,2 Meter Nähe. Nicht jeder Winkel konnte dabei erfasst werden, sodass im Modell einige Lücken klaffen. Ansonsten liefert es ein genaues Abbild der Geometrie mit allen Unebenheiten und Rissen im Gestein, seitlichen Treppenaufgängen und Höhlen, die hinter dem Buddha in den Fels gearbeitet wurden. „Die 30 Meter hohe Galerie, auf der man früher von Ohr zu Ohr um den Hinterkopf des Buddhas herumlaufen konnte, ist teilweise zerstört, und eine Seite ist nur noch im Modell begehbar. In der Realität besteht akute Einsturzgefahr”, berichtet der Aachener Architekt Georgios Toubekis, ein Mitarbeiter von Michael Jansen, der maßgeblich an der Entstehung des Computermodells beteiligt ist. Die Buddha-Figur haben Toubekis und seine Kollegen aus alten Fotos zu einem 3D-Modell zusammengesetzt. Ein Vorteil des plastischen Modells ist seine Begehbarkeit. Als eine von wenigen Universitäten in Deutschland hat die RWTH Aachen im Computerzentrum eine „CAVE” (Cave Automatic Virtual Environment) eingerichtet – einen Würfel von etwa drei Meter Kantenlänge, dessen Boden und Seiten Leinwände sind.
BRÖSELIG WIE EINE ASPIRINTABLETTE
Die teure Technik wird üblicherweise in der Luft- und Raumfahrt und in der Automobilindustrie verwendet. Um die große Datenmenge zu bewältigen, die ein solches 3D-Modell erfordert, arbeiten hinter den Kulissen zehn Rechner. Auf die Leinwände werden jeweils zwei leicht versetzte Bilder projiziert, die sich für einen im Würfel stehenden Betrachter mit einer 3-D-Brille zu einem räumlichen Bild zusammenfügen. Das projizierte räumliche Bild ist „betrachterzentriert”, das heißt es folgt den Bewegungen des Brillenträgers und passt sich dessen Standpunkt und Perspektive an. Mit einem Joystick kann er das Modell dirigieren – es heranzoomen, kippen, drehen und vor sich schweben lassen. „ Man kann sogar hinter der Nische stehen, als wäre man im Fels”, beschreibt Toubekis. Von dort aus sind die Reliefstrukturen der Höhlendecken am Fuß des Kleinen Buddhas viel besser zu erkennen, als wenn man in einer der echten Höhlen stünde und nach oben blickte. Wenigstens kann man die Buddha-Nischen und -Höhlen überhaupt wieder betreten. Große Teile der Wände drohten abzurutschen, es bestand akute Einsturzgefahr. Die Buddhas lagen nach dem Anschlag als acht Meter hohe Trümmerhaufen im Fußraum der Nischen. Manche Bruchstücke haben einen Durchmesser von über zwei Metern und wiegen bis zu 80 Tonnen. Und so lautete der erste Auftrag im Jahr 2003, als das Bamiyan-Tal von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde: Ausräumen der Nischen. „Wir konnten nicht früh genug damit anfangen”, sagt Michael Petzet. Die Fragmente waren seit der Zerstörung Regen und Schnee ausgesetzt. Das ist ein großes Problem, denn sobald das Gestein in Kontakt mit Wasser kommt, löst es sich auf wie eine Aspirintablette. „Die Erbauer hatten die Buddhas tief in den Fels gearbeitet und mit Lehm verputzt”, erklärt Petzet, „so waren sie vor der Witterung geschützt.” Zunächst half keine Maschine bei der Bergung der Fragmente. Die rund 50 Arbeiter mussten den Trümmerberg mit Zugseilen, Winden und Hebeln Brocken für Brocken abtragen. Erst später erleichterte ein Kran mit einer Hebefähigkeit von 35 Tonnen die Schwerstarbeit an der großen Nische. „Den konnten wir allerdings nicht lange nutzen, da die Miete teuer war”, bedauert Toubekis. Zudem ist es sehr aufwendig, ein so großes Gerät in das abgelegene Tal zu bringen. „Der Kran musste auf der teils unasphaltierten Straße 230 Kilometer aus Kabul in Schrittgeschwindigkeit hergefahren werden.”
VORSICHT: HOCHEXPLOSIV!
Und es wurde noch schwieriger: Denn die Buddha-Höhlen dienten in der Zeit der innerafghanischen Konflikte als Lager für Munition – und die 40 000 Quadratmeter große Fläche oben auf dem Kliff ist vermint. Immer wieder werden Wanderminen von dort oben herunter- gespült und landen am Fuß der Buddhas. Für die tägliche Räumungsarbeit bedeutet das: Jeden Morgen und Mittag zieht eine Minensuchmannschaft los und scannt den Haufen bis in 30 Zentimeter Tiefe. Erst wenn sie grünes Licht gibt, kann die nächste Trümmerschicht abgetragen werden. Immer wieder kommt es dabei zu Fehlalarm, weil die Detektoren auch bei den Stahlteilen anschlagen, die das Team des Archeological Survey of India in den Sechzigerjahren zur Stabilisierung des Großen Buddhas eingezogen hat. Für Aufruhr – aber glücklicherweise keinen Unfall – sorgte eine scharfe Panzermine iranischen Fabrikats, die im Sommer 2006 aufgespürt wurde. Mittlerweile ruhen die meisten Gesteinsbrocken in zweistöckigen Lagerräumen, die vor der großen Nische errichtet wurden. Die Ausräumarbeiten beim Großen Buddha, die sich durch die Munitionssuche verzögert hatten, sollen dieses Jahr abgeschlossen werden. Die kleine Nische ist fertig ausgeräumt und wird seit wenigen Monaten von einem 35 Meter hohen Gerüst gestützt, das die Bundeswehr nach Kabul transportiert hat. „Vom Gerüst aus wird man dringend notwendige Konsolidierungsmaßnahmen der Rückwand durchführen”, sagt Toubekis. Bisher konnten von den Buddhas über 5000 einzelne Lehm- und Felsteile gesichert werden. Viele sind bereits vermessen und katalogisiert. Im Mai wird auf der Großbaustelle voraussichtlich wieder losgelegt – wie seit 2004 jedes Jahr. Von November bis April verhindern das Temperaturen von teils minus 20 Grad.
Sobald es möglich ist, reist auch Michael Urbat wieder ins Bamiyan-Tal. Sein Ziel ist die Zusammensetzung des gigantischen Steinpuzzles. Dazu muss der Geologe der Universität Köln in die Steine hineinschauen, denn an der äußeren Form der Trümmer lässt sich meist nicht ablesen, welches Teil wo hingehört. Urbat macht dafür magnetische Messungen. Die werden üblicherweise dazu genutzt, klimatische Bedingungen in der Erdgeschichte mithilfe von Gesteinsproben zu rekonstruieren. Urbat wandte die Methode bei den buddhistischen Steinen an – und freut sich: „Es funktioniert. Das ist eine Premiere in der Geologie!” Er erklärt: „Das Gestein enthält etwa ein tausendstel Millimeter große eisenhaltige Partikel, deren Magnetisierbarkeit variiert. Diese Magnetisierung messen wir sowohl an den Fragmenten als auch an den Rückwänden der Nischen, sodass wir die Teile eindeutig zuordnen können.”
Allein die Messungen an den Rückwänden sind mit riesigem Aufwand verbunden. „2003 haben wir in der großen Nische einen Kletterer mit dem taschenlampengroßen Messgerät abgeseilt, um die Rückwände grob zu vermessen. Ich selbst bin auf eine Zehn-Meter-Leiter gestiegen und habe mir den unteren Abschnitt der Rückwand vorgenommen”, sagt Urbat.
Auch jetzt, wo das Gerüst in der Nische steht, ist die Arbeit schwierig, denn die Felsvorsprünge an der Rückwand ragen unterschiedlich weit hervor. „Wir mussten Balkone an das Gerüst bauen, um nah genug an die Wand heranzukommen”, berichtet der Geologe. Das Gestein besteht aus einem porösen „Konglomerat”, das heißt aus verfestigtem Geröll. Vor etwa 15 bis 20 Millionen Jahren wurde es in Schichten am Kliff abgelagert. Die Brocken der Buddhas unterscheiden sich durch Farbe und Körnung. „Die Schichten im Fels helfen dabei, festzustellen, aus welcher Höhe sie stammen”, erklärt Urbat. Wenn alles vermessen ist, sollen seine Ergebnisse in das 3D-Modell der Aachener Kollegen eingehen. „Dann sehen wir die Fragmente an ihrer ursprünglichen Position”, hofft Urbat. Das ist ein wichtiger Schritt zum geplanten Wiederaufbau. Bei dem kommt für den Leiter des Projekts Michael Petzet nur die in der Archäologie gängige Methode der „Anastylose” in Frage. Dabei werden die originalen Bruchstücke wieder zusammengefügt. „Das ist die sauberste Lösung und Konsens bei allen Beteiligten, auch der UNESCO”, sagt Petzet.
ABSURDE LASERSHOW
„Die Rekonstruktion sollte fragmentarisch sein, um den Charakter eines Mahnmals zu schaffen”, fordert Toubekis. Andere Vorschläge lehnt auch Petzet ab. Dazu gehören: die Figuren in Beton zu rekonstruieren, neue Nischen einzutiefen und die Buddhas nachzubilden, oder sie gar als Lasershow auf die Felsen zu projizieren. Aber dabei ginge die Geschichte der Buddha-Statuen verloren. Mit der beschäftigt sich auch der Münchner Edmund Melzl. Der Restaurator untersucht seit 2003 die Lehmoberfläche der ehemaligen Figuren. Seine ersten Ergebnisse geben Auskunft über das organische Material und die Machart der fünf bis acht Zentimeter dicken Lehmschicht, mit der jeder Buddha kunstvoll überzogen war. Wie Melzl herausgefunden hat, wurde der Lehmputz mit Häcksel und Haaren vermischt und – beim Großen Buddha – mithilfe von Stützhölzern und Seilen an den Steinfiguren befestigt. Insgesamt hat Melzl bisher über 1000 Holzstücke und 300 Meter Seil gefunden. „Das gehäckselte Stroh verrät, dass vor 1500 Jahren hauptsächlich Weizen sowie Gerste und Hafer im Tal angebaut wurden”, erklärt der Restaurator. „Die Bewässerung muss damals viel besser gewesen sein als heute, denn sie versorgte über 1000 buddhistische Mönche und das bäuerliche Umfeld mit Nahrung.”
Beim Kleinen Buddha haben die Baumeister einst daumendicke Haftlöcher in den Stein getrieben, in die sie den Lehm mit Kieselsteinen drückten. „Beim größeren und jüngeren Buddha änderte man die Strategie und verzichtete auf die Haftlöcher”, erklärt Melzl. Stattdessen wurden sogenannte Armierungshölzer in den Stein getrieben und mit Seilen verbunden. Entlang dieser Stützen wurde der Lehm aufgebracht und zu Falten eines Gewands modelliert. Die Seile drehte man aus Fasern der Pflanze Dom-i-Schutur (Botanischer Name: Astragalus cuneifolius Bunge). „ Diese Pflanze wird heute wie vor 1500 Jahren nur in dieser Region zur Seilherstellung verwendet”, sagt Melzl.
Heute schauen die Menschen dort in eine ungewisse Zukunft. Die Gegend ist die friedlichste im ganzen Land, und aufgrund der Aktivität von internationalen Organisationen boomen Handel und Kleingewerbe. Doch die Bewohner des Tals stehen unter einem enormen Wachstumsdruck. „Innerhalb weniger Jahre sind hier mehrere Tausend Flüchtlinge angesiedelt worden, weitere sollen folgen. Doch Ressourcen und Platz sind knapp”, erläutert Michael Jansen. Die UNESCO hat deshalb nicht nur die Buddha-Reste, sondern das gesamte Tal unter ihren Schutz gestellt und die Aachener Wissenschaftler beauftragt, einen Masterplan für zivilen Wiederaufbau und nachhaltige Entwicklung zu entwerfen. Das heißt im Klartext: die Erneuerung der Bewässerungssysteme, die Erschließung neuer Siedlungsgebiete und die Planung einer Stadt – ohne die historische Siedlungsweise und die schützenswerten Güter zu zerstören. „Irgendwann soll es wieder mehr Tourismus geben, der die Wirtschaft der hier lebenden Hazara ankurbelt”, sagt Jansen. Dafür hat die afghanische Regierung Pläne für den Ausbau von Fernstraßen und den Bau eines zentralen Flughafens in der schwer erreichbaren Provinz entwickelt. Unterstützung gibt es aus Ost und West. „Der Japan Trust Fund, der zur UNESCO gehört, hat zur Sicherung des Weltkulturerbes in Bamiyan in den letzten drei Jahren 1,2 Millionen Dollar zur Verfügung gestellt. Die nächste Phase fördern die Japaner sogar mit 1,5 Millionen Dollar”, sagt Toubekis. „Das bedeutet für uns die Überführung in ein Langzeitprojekt.”
Auch das Auswärtige Amt beteiligt sich am Kulturerhalt von Afghanistan: 2008 mit rund 750 000 Euro für mehrere Projekte. Wie viel davon die Buddhas bekommen, steht noch nicht fest. Doch ihre Chancen sind nicht schlecht. Im Computer sind die Kolosse von Bamiyan bereits auferstanden. Vielleicht gibt es sie bald auch wieder ganz real – als Mahnmal der Zerstörung. ■
von Cornelia Varwig
KLEINE SENSATION: Die ersten Ölgemälde
Das gesamte Kliff, in dem die Buddhas einst standen, ist wie ein Termitenbau von einem System aus Kult- und Wohnhöhlen durchzogen. An zahlreichen Höhlenwänden haben sich buddhistische Künstler mit Motiven verewigt, die Einflüsse aus Indien, China und dem Mittelmeerraum zeigen – ein deutlicher Hinweis auf den kulturellen Austausch entlang der Seidenstraßen, an denen Bamiyan bis ins siebte Jahrhundert eine wichtige Station darstellte. Eine sensationelle Entdeckung haben kürzlich japanische Konservatoren gemacht, als sie die Wandgemälde sicherten und reinigten: Es sind die ältesten Ölgemälde, die je entdeckt wurden. Zu der Erkenntnis kamen die Forscher, als sie die Zusammensetzung der Farben aus zwölf verschiedenen Höhlen mithilfe von Gas-Chromatographie und Massenspektroskopie untersuchten. Die Forscher schätzen, dass die Bilder etwa aus dem siebten Jahrhundert stammen. Bisher war man davon ausgegangen, dass die Ölmalerei eine Errungenschaft der Renaissance in Europa war und sich langsam von den Niederlanden bis nach Italien ausbreitete. Der Fund in Afghanistan beweist nun, dass die hochentwickelte Technik schon lange vorher bekannt war.
„Der römische Schreiber Eraclius hat zwar den Gebrauch von Öl in Gemälden erwähnt, doch sind aus dieser Zeit keine Beispiele erhalten”, erklärt die japanische Konservatorin Yoko Taniguchi vom National Research Institute for Cultural Properties, die maßgeblich an dem Fund beteiligt war. Für die Höhlenmale-reien mischten die Künstler das Öl von Walnüssen und Mohnsamen sowie Harz als Bindemittel mit den Farbpigmenten. „Die Linien sind sehr fein und präzise. Ich vermute, dass die Künstler sie mit äußerst dünnen Pinseln gezogen haben”, sagt Taniguchi.
KOMPAKT
· Aachener Wissenschaftler haben von den zerstörten Buddha-Statuen in Afghanistan ein Computermodell erstellt.
· Magnetische Messungen helfen dabei herauszufinden, wo die Bruchstücke hingehören.
· Reste vom Lehmputz der Buddhas geben Aufschluss über die Kultur und Lebensweise vor 1500 Jahren.
MEHR ZUM THEMA
INTERNET
Projekte des Internationalen Rats für Denkmalpflege (ICOMOS): www.icomos.de
Die Buddhas als Weltkulturerbe: whc.unesco.org/en/list/208/
MULTIMEDIA
Den Film „The Giant Buddhas” von Michael Frei gibt es auf DVD. Zu bestellen bei: www.giant-buddhas.com
URLAUB UNTER WAFFENSCHUTZ
Wie viele Touren bieten Sie nach Afghanistan an und wie viele Abenteuerlustige fahren mit?
Wir haben jedes Jahr zwei Reisen nach Afghanistan im Programm und wollen insgesamt etwa 20 Leute mitnehmen. Für dieses Jahr haben wir bisher acht Buchungen.
Was bekommen Ihre Gäste zu sehen?
Es gibt verschiedene Routen. Hauptsächlich führt unser Weg in die Provinzen Herat, Bamiyan und Panjshir sowie in die Städte Kabul und Mazar-i-Sharif.
Die Sicherheitslage in Afghanistan ist instabil. Wie schützen Sie Ihre Kunden?
In den Regionen, die wir besuchen, ist die Situation seit geraumer Zeit ziemlich stabil. Dennoch haben wir vorsorglich bewaffnetes Sicherheitspersonal auf all unseren Reisen dabei.
Hatten Sie unterwegs schon Probleme?
Nein, nicht im Geringsten.
Was sind das für Leute, die sich mit „Wild Frontiers” ins Abenteuer stürzen?
Das variiert sehr stark: Es sind Männer und Frauen zwischen 30 und 75 Jahren aus aller Welt. Auf der letzten Tour hatten wir zwei Amerikaner, drei Briten, einen Franzosen, einen Neuseeländer und zwei Australier dabei.
Wie viel muss man für die Reise zahlen?
Eine dreiwöchige Tour kostet ohne Flug rund 4200 Euro.
Wie schätzen Sie die Entwicklung des Tourismus in Afghanistan in den nächsten Jahren ein?
Das ist schwer zu sagen, weil so vieles von der Sicherheitslage abhängt. Wenn die unter Kontrolle ist, könnte es bald besser werden. Das wäre schön, denn Afghanistan ist das interessanteste Land, das ich jemals bereist habe.





