Text: Ralf Stork
Die Deutschen haben eine besonders innige Beziehung zum Wald: Er war Schauplatz der glorifizierten Varusschlacht; berühmte Märchen wie „Hänsel und Gretel“, „Schneewittchen“ und „Rotkäppchen“ sind dort verortet. Für viele ist der Wald heute ein wichtiger Sehnsuchts- und Erholungsort. Was dabei ein bisschen untergeht: Der Wald liefert den Rohstoff für einen großen, wichtigen Wirtschaftszweig. Mehr als eine Million Menschen arbeitet in Betrieben, die im engeren oder weiteren Sinne auf Holz angewiesen sind. Nach Angaben des Thünen-Instituts für Waldwirtschaft erwirtschaften sie einen Umsatz von rund 180 Milliarden Euro im Jahr. Neben
der klassischen Forstwirtschaft, der Säge- und der Möbelindustrie gehören auch Zimmerleute, Bautischler und Parkettleger dazu. Aber auch Papierhersteller, Druckereien und Verlage. Die Nachfrage ist groß: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden 2023 in Deutschland 70,6 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen.





