Text: Rike Uhlenkamp, Fotos: Sascha Montag
Kurz bevor die Sonne hinter den Hügeln verschwindet, kommt Said Ali Al-Mahri in seinem Paradies an: Verteilt auf dem steinigen Plateau und auf den umliegenden Hängen wachsen Tausende uralte Bäume, krallen ihre Wurzeln in das Gestein und recken ihre dünnen, knorrigen Äste gen Himmel. Für die Weihrauchbäume und ihr „weißes Gold“ wandert der 62-Jährige in die Berge. Etwas Tageslicht bleibt ihm noch. In langärmligem Funktionsshirt und einem aus Tuch gebundenen Rock hockt er sich vor einen Stamm. Mit seinem scharfen Messer beginnt er, das getrocknete Harz abzulösen, das an mehreren Stellen aus der Baumrinde tritt. In einem geflochtenen Körbchen sammelt er seine Ausbeute.





