Alte Theorie endlich experimentell bestätigt
US-Mediziner haben herausgefunden, dass ein Protein namens Beta-amyloidpeptid bei Alzheimer-Patienten die Hirnsignal-Übertragung unterbricht und so zu Gedächtnisverlust führt. Demnach sind die für Alzheimer charakteristischen Gehirnflecken der Grund und nicht – wie bislang vermutet – das Ergebnis dieser Krankheit.
Jerrel L. Yakel vom National Institute of Environmental Health Sciences hatte mit ihrem Team an Rattenhirnen geforscht. Sie konnte beweisen, dass das Hauptprotein dieser Flecken den Schlüsselrezeptor im sogenannten Hippocampus – dem Sitz der Erinnerung, des Antriebs und der Emotionen – blockiert, so der Bericht im Journal of Neuroscience.
Bereits seit langem hatte man dies vermutet, jedoch nicht nachweisen können. Yakel hofft nun, dass man bald Medikamente findet, die die Blockade der Rezeptoren verhindern und den Signalfluss aufrecht erhalten können. “Nun, da wir die Krankheitsgründe kennen, ist es einfacher Wege zu finden, die Prozesse zu verlangsamen, stoppen oder sogar rückgängig zu machen.” (Journal of Neuroscience 21, 1-5)
Frieder Graef





