Seit 2010 setzt sich die Heinz Sielmann Stiftung mit der alljährlichen Wahl zum Gartentier des Jahres für naturnahes Gärtnern ein und möchte mehr Aufmerksamkeit für jene Lebewesen schaffen, die unsere Gärten bewohnen. „Viele Menschen wissen gar nicht, was für eine faszinierende Vielfalt an Tieren und Pflanzen in unseren heimischen Gärten lebt. Mit der Gartentierwahl möchten wir daher auf die oftmals verborgene Welt der Gartentiere aufmerksam machen und zeigen: Wer seinen Garten naturnah gestaltet, schafft wertvolle Lebensräume für viele sympathische und schützenswerte Arten“, sagt Hannes Petrischak von der Heinz Sielmann Stiftung.
Die Wahl zum Gartentier des Jahres erfolgt per Online-Abstimmung. Teilnehmen können alle volljährigen Personen mit Wohnsitz in Deutschland, Österreich und der Schweiz – und das noch bis zum 3. Juni. Unter allen Teilnehmern verlost die Heinz Sielmann Stiftung verschiedene Preise, darunter ein Wochenende in einem Natur-Erlebniszentrum. Zur Wahl stehen in diesem Jahr sechs tierische Kandidaten, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Vogelschreck, Kletterkünstler und Bestäuberin
Kandidat Nummer eins ist der Sperber. Dieser schlanke Greifvogel ist bekannt für seine blitzschnellen Angriffe und seine Fähigkeit, durch dichtes Gebüsch und enge Passagen zu manövrieren. Sperber spielen eine wichtige Rolle im Gleichgewicht der Vogelpopulationen, da sie sich überwiegend von kleinen Singvögeln wie Sperlingen ernähren. Ein artenreicher Garten mit Sträuchern und Hecken bietet sowohl Deckung für den Sperber als auch Schutzmöglichkeiten für seine Beutetiere.
Auch der Gartenschläfer wirft seinen Hut dieses Jahr in den Ring. Der kletterbegabte, flauschige Kleinsäuger mit der „Zorro-Maske“ ist bei seiner Essenswahl nicht gerade wählerisch. Insekten und Schnecken verspeist er ebenso wie Samen und Früchte. Damit unterstützt der Gartenschläfer das ökologische Gleichgewicht und verbreitet Pflanzensamen. Ein naturnaher Garten mit alten Bäumen, Sträuchern und Hecken bietet wichtige Rückzugsorte für den stark gefährdeten Nager.
Als Drittes steht 2025 die Totenkopfschwebfliege zur Wahl. Mit ihrer gelb-schwarzen Färbung imitiert sie eine Wespe, ist aber im Gegensatz zum Original völlig harmlos. Ihr Bruststück weist eine schädelähnliche Zeichnung auf, die der Art ihren deutschen Namen eingebracht hat. Als Bestäuber für Blumen, Gemüse und Obst sind Schwebfliegen unverzichtbar. Gärten mit Wildblumen, Komposthaufen und Totholz bieten ihnen ideale Bedingungen.





