Text: Niklas Franzen, Fotos: Evgeny Makarov
Der Jeep bremst im kniehohen Savannengras. Tierarzt Elias Mubobo klettert auf die Ladefläche. Eine schwere Holzkiste steht dort, in ihr rappelt es. Mubobo entknotet ein Seil, klappt den Deckel auf. Ein prähistorisch anmutendes Wesen kriecht heraus: spitze Schnauze, langer Schwanz, schuppiger Körper. Ein Pangolin. Auf dessen Schuppen und Fleisch haben es viele abgesehen. Einige würden alles riskieren, um das Tier in die Finger zu bekommen. Gefängnis, sogar den Tod. Mubobo will das verhindern. Sein Job: Pangoline retten, aufpäppeln, auswildern. Vor einigen Monaten, erzählt er, hätten Ranger eine Gruppe verdächtiger Männer kontrolliert. In einem Sack: das Tier, nur wenige Wochen alt. Daneben die tote Mutter. Ivan haben sie das Junge getauft. Es soll bei ihnen bleiben, bis es alleine zurechtkommt.





