Die Analyse ergab, dass es sich bei dem Wespenspinnen-Pheromon um Methylcitronensäuretrimethylester, einen Verwandten der Citronensäure, handelt. Die Moleküle können in vier verschiedenen Formen vorkommen, die sich in der räumlichen Anordnung der einzelnen Atome zueinander unterscheiden. Das Team stellte diese vier Stereoisomere im Labor her und verglich sie mit dem natürlichem Extrakt. “Die flüchtigen Stoffe enthielten zwei der Isomere in einem Verhältnis, das zwischen 6:1 und 25:1 schwanken kann,” so Stefan Schulz, einer der Co-Autoren. Mit einer synthetischen Mischung gelang es den Wissenschaftlern, auf einer sonnigen Wiese im Hochsommer Männchen der Wespenspinne in Fallen zu locken. Während der Anlock-Erfolg von der Konzentration des Pheromons in der Falle abhing, spielte das Isomerenverhältnis keine Rolle. Schulz: “Damit ist es uns erstmals gelungen, Spinnen in Pheromonfallen zu fangen.”