Text: Ralf Stork
Der Wald in Deutschland hat verschiedene Gesichter: Selten sieht er so aus wie der Grumsin in der Uckermark in Brandenburg: dichter Buchenwald, durchzogen von eiszeitlich geformten Seen, von Endmoränen und Feuchtgebieten. Wo Bäume alt werden und sterben dürfen, wo umgekippte Bäume liegen- und abgestorbene Stämme stehen bleiben, bis sie von selbst zerfallen. Er kann aussehen wie Wald, der deutlich auf Nutzung getrimmt ist. Mit einer vorherrschenden Baumart, mit geraden Wegen und Rückegassen und einheitlichen Altersbeständen. Nicht selten sieht man unter den großen Bäumen aber bereits kleine Laubbäume nachwachsen und kann den naturnäheren Laubmischwald der Zukunft zumindest erahnen. Seit einigen Jahren sieht der Wald oft aus wie im Harz und in anderen Landesteilen, wo sich auf riesigen Flächen Fichten an Fichten reihten, bis eine tückische Kombination aus Hitze, Dürre und Borkenkäfern mehr als 500.000 Hektar Wald dahinraffte.





