Die Forscher um Jens Krause von der Humboldt-Universität zu Berlin sind dem Jagdverhalten der Fächerfische nun gezielt nachgegangen. Vor der Küste Mexikos filmten sie die Tiere bei Attacken auf Sardinen, die sich hier in großen Schwärmen eng gedrängt durchs Wasser bewegen. Die Analysen der Hochgeschwindigkeits-Aufnahmen offenbarten detailliert, wie die Raubfische ihr Schwert dabei einsetzen.
Schläge, dass die Schuppen fliegen
Die Filmaufnahmen zeigen, wie die Fächerfische Sardinenschwärme systematisch einkreisen. Einzelne Tiere nähern sich dann einem Schwarm und schieben ihr Rostrum in das glitzernde Gebilde aus vielen Körpern. Die Sardinen scheinen das kaum wahrzunehmen und flüchten nicht. Mit blitzartigen Seitwärtsbewegungen des Kopfes fetzen die Fächerfische dann ihr Rostrum durch den Schwarm, dass die Schuppen nur so fliegen. Anschließend können sie sich die verletzten Opfer mühelos schnappen.
Manchmal erledigen die Räuber mit ihrer Taktik gezielt einzelne Fische, berichten die Forscher, oft donnern sie aber auch mit einem Schlag durch eine ganze Reihe von Sardinen. Die Beschleunigung, die Fächerfische ihrer Waffe dabei verpassen, ist eine der größten, die jemals bei Wassertieren gemessen wurden, zeigten die Auswertungen der Forscher. Der Fächerfisch wird also auch bei der Jagd seinem rasten Ruf gerecht.





