Einjährige Kinder können sich an Musikstücke erinnern, die sie im Mutterleib bis zu drei Monate vor der Geburt gehört haben. Insbesondere schnelle Stücke bleiben den Kleinen im Gedächtnis, fanden die Psychologen um Alexandra Lamont von der Universität Leicester.
Für die Studie hörten elf werdende Mütter in den letzten drei Schwangerschaftsmonaten regelmäßig ein selbst gewähltes Stück. Die Vorlieben reichten von Mozart bis UB40.
Noch als Zwölfmonatige konnten sich die Säuglinge an das Stück erinnern und es von ähnlichen unterscheiden, berichtet Lamont. Dabei spielte die Musikrichtung keine Rolle: Die Kleinen behielten Opern genauso im Gedächtnis wie Popmusik.
Bislang gingen Forscher davon aus, dass Neugeborene Erlebnisse für höchstens zwei Monate behalten können. Die Untersuchungen widerlegen das. Sie würden zeigen, wie wichtig die frühe Kindheit für die spätere Entwicklung sei, sagt Lamont.
Die Forscher wollen nun die weitere Entwicklung der Kinder verfolgen und herausfinden, ob der frühe Hörgenuss den späteren Musikgeschmack und das Musizieren der Kinder beeinflusst.
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