Die Übertragung von Schweineorganen auf den Menschen scheitert bisher an einer starken Abwehr des menschlichen Körpers. Forscher wollen die Abwehr jedoch durchbrechen, indem sie den Empfänger vor der Übertragung zur Hälfte mit der Körperabwehr eines Schweins ausstatten. Das berichtet Nature auf seiner Homepage.
Wissenschaftler wollen mit Herzen, Lebern oder Nieren von Schweinen den Mangel an menschlichen Spenderorganen umgehen. Robert Sackstein von der Universität Harvard überträgt dazu in den Körper von Pavianen Blut-Vorläuferzellen aus dem Knochenmark von Schweinen. Aus dem Vorläuferzellen rekrutiert sich auch die Körperabwehr. Der Forscher hofft, in den Pavianen einen stabilen Mix aus dem Immunsystem der Affen und der Schweine zu erzeugen. “Dadurch soll eine lang anhaltende Toleranz gegenüber einem Spenderorgan erreicht werden”, so Sackstein.
“Sacksteins Team verdient Respekt, weil es dieses Problem angeht”, sagt der Transplantations-Spezialist Thomas Starzl von der amerikanischen Universität Pittsburgh. Starzl selbst verfolgt jedoch einen anderen Ansatz: Er will Schweine genetisch so verändern, dass ihre Organe menschenähnlicher und damit für Empfänger verträglicher werden.
Andreas Wawrzinek





