Über die Lunge aufgenommenes Insulin kann den Blutzuckerspiegel bei Diabetikern kontrollieren. Dabei trägt die Lunge auch über einen längeren Zeitraum keine Schäden davon. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie an der University of Vermont College of Medicine in Burlington/USA. Sie sollen im Juni beim Treffen der American Diabetes Association vorgestellt werden.
Die besondere Insulin-Form wirkt sowohl für den Diabetes Typ I, bei dem die meist jüngeren Patienten kein Insulin produzieren können, als auch bei dem häufigen Typ II, der Altersdiabetes. 140 Personen nahmen bei der Zwei-Jahres-Untersuchung das Insulin mittels eines Inhalationssprays auf. Dabei wurden nur zehn bis 15 Prozent des Gesamt-Gehaltes an Insulin überhaupt vom Körper absorbiert. Wohin der Rest verschwindet, daran forschen die Wissenschaftler noch.
Die Ergebnisse machen William Cefalu, Leiter der Studie, optimistisch: Wer zuvor spritzen musste, kann stattdessen vielleicht inhalieren. Wer bislang mit Tabletten zurechtkam, wird möglicherweise nie injizieren müssen. Da die Patienten das Einatmen als angenehmer empfinden, hofft er darauf, dass Patienten künftig früher mit der Insulin-Aufnahme beginnen. Das würde die Schäden an Augen, Nieren und Nerven geringer halten.
Bettina Hellenkamp





